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berichtete bereits). Und gleich am ersten Veranstaltungsabend war sie wieder da, die bei allen Fans geschätzte familiäre und gemütliche Celtic-Days-Stimmung, die inzwischen zu einem Markenzeichen der keltischen Tage in Hude geworden ist. Von nah und fern kommen die Freunde keltischer Kultur angereist, um im Kreise von Gleichgesinnten Musik zu hören, Literatur zu lauschen, zu feiern, zu tanzen, zu musizieren.In der Auftaktveranstaltung erzählte der in Hannover lebende Heiko Postma, Biograf, Redakteur und Autor, seinem zahlreich erschienen Publikum mit stimmungsvollen, wortgewaltigen Bildern vom Leben und Schaffen des schottischen Poeten Robert Burns (1759-1796), der schon zu Lebzeiten ungemein populär war und der noch heute als größter schottischer Dichter aller Zeiten gilt.
Robert Burns wurde als Sohn eines Bauern geboren, erzählte der Biograf, als Farmer aber sei er schlecht gewesen, als Poet gut, als Liebhaber unermüdlich. Burns widmete sich der politischen Freiheit und den Menschenrechten, war kirchenkritisch, schrieb aber auch innige und wenn es ihm angemessen erschien frivole Liebeslieder. Viele Folkrockbands der 1960er und 1970er Jahre interpretierten Dichtungen und Lieder von Burns, so beispielsweise Jethro Tull. Die vorgetragenen Kostproben von Heiko Postma wurden musikalisch begleitet von dem schottischen Gitarristen Jim Paterson, der den Abend im Kulturhof mit anspruchsvoller Live-Musik und Liedern in originaler Mundart bereicherte.
Beim Publikum kam der Burns-Abend gut an. Jim Paterson, der von den abwechslungsreichen Workshops gehört hat, die die Celtic Days in Hude flankieren, empfahl den Veranstaltern indes schmunzelnd, im nächsten Jahr einen Workshop für Handclapping einzurichten, denn da würde sich die deutsche Mentalität noch von der keltischen Begeisterungsfähigkeit unterscheiden.
@ Ein Spezial zu den Celtic Days unter
