Hude - Mit viel Witz und einer Kulisse aus Alltagsgegenständen spielten Claudia Spörri und Ralf Winkelmann vom Bremer Figurentheater „Mensch, Puppe!“ am Freitagabend „Die Prinzessin auf der Erbse“ in Hude. Die Kinder in der Grundschule Süd lachten viel, als die Putzfrau eines Hotels, Helga Flink, zusammen mit einem Obdach suchenden Musiker anfing, aus ihrem Servicewagen eine Kulisse für ein Märchen zu basteln. König, Königin und ihr Sohn, der Prinz, entstehen schnell aus einem Wischmob, Waschmittelflaschen und werden noch mit goldenen Flaschenverschlüssen „gekrönt“.

Der ledige Sohn wird auf eine weite Reise geschickt, um eine passende Prinzessin zu finden. In die Wüste, in die Berge und auf eine Insel im Norden verschlägt es den Prinzen. Schneebedeckte Berge entstanden im Handumdrehen vor den Augen der Zuschauer, indem Decken über Stuhlbeine geworfen wurden. Ozeane wurden durch gespannte Bettlaken erschaffen und auch die Prinzessinen bestand aus Putzmaterialen.

Doch jede der in Frage kommenden Partnerinnen hatte ihre Schattenseite: Ausfallende Zähne, unlösbare Aufgaben oder eine dicke Eisschicht schlugen den Prinzen in die Flucht. Zwischen den einzelnen Besuchen wurde viel gesungen, jede Szene durch Ralf Winkelmann von der Gitarre begleitet und auch die Kinder waren gefragt, etwa als es Wind brauchte, um das Boot des Prinzen über das Meer zu befördern: Die Zuschauer durften pusten.

Wieder daheim erreichte eine Prinzessin das Schloss: nass, ungekrönt und mittellos. Der Test, mit dem man echte Prinzessinen erkennen kann, beinhaltete, so wie es viele vermuteten, eine Erbse.