Rodenkirchen - Mit ihren roten Zipfelmützen haben die Mitglieder des Kinderchors Die Finken den Anfang gemacht beim alljährlichen Adventssingen der Singemeinschaft Stadland. Es fand am Sonntagnachnachmittag in der St.-Matthäus-Kirche statt. Zusammen mit dem Erwachsenenchor schmetterten sie „Fröhliche Weihnacht überall“ und sorgten gleich für viele fröhliche Gesichter bei den Zuhörern.
Kirchen- und Shantychor
Mit dem Gedicht „Weihnachtslied“ von Theodor Storm begrüßte der Vorsitzende der Singgemeinschaft Heinz Hochheiden alle Anwesenden und die teilnehmenden Sänger aus insgesamt fünf Chören. Zu Gast waren der Kirchenchor Rodenkirchen, der Hammelwarder Shantychor und die Weserfinken aus Schweewarden. Das Adventssingen solle Besinnlichkeit und Einkehr vermitteln und stimmungsvoll auf die Weihnachtszeit vorbereiten. Dabei wünschte er allen Zuhörern Fröhlichkeit und Gelassenheit.
Und damit schritt Chorleiterin Lidia Jung zu ihrem Keyboard und stimmte mit der Singgemeinschaft ein beschwingtes „Der kleine Trommler“ an. Fröhlich wurde es auch mit den Finken, die herauszufinden versuchten, „Wo wohnt der Weihnachtsmann?“ und auch die „Weihnachtsbäckerei“ besuchten. Neben Heinz Hochheiden trugen Sigrid Reiß und Christa Fehlhaber einige Gedichte vor und überbrückten die Zeit zwischen den Chören.
Einen großen blauen Engel des polnischen Holzschnitzers Roman Sledz stellte Pastorin Birgit Faß in den Mittelpunkt des Weihnachtskonzerts der Singgemeinschaft Stadland. Es sei der Engel Gabriel, der gerade Maria die Empfängnis Jesu verkündigt habe. Die Adventszeit sei die Zeit des Wartens auf die Geburt Jesu, und die Lieder des Konzerts seien ein ganz besonderer Wegbegleiter für diese Zeit.
„Gesang verschönt das Leben“, sagte Bürgermeister Klaus Rübesamen in seiner kurzen Ansprache an die zahlreichen Besucher. Er hoffe und wünsche, dass sie in diesen schwierigen Zeiten von Leid und Hass verschont bleiben mögen.
Ein Jahr ohne Schmerzen
Das Gemeindeoberhaupt erinnerte an die vielen Katastrophen, die 2015 passiert sind und die die Menschen bewegt haben. Das Wesen der Musik sei es, Freude zu vermitteln, und dazu sei sie auch in der Lage. Er wünschte allen ein Jahr ohne globale Schmerzen und fügte an: „Mir bereitet ein wenig Sorge, dass nur noch Deutschland in den Krieg gegen den Islamischen Staat eingetreten ist“, sagte Klaus Rübesamen
Birgit Faß und der Bürgermeister sagten gegen Ende des rund zweistündigen Konzerts ein gemeinsames Weihnachtsgedicht auf. Mit einem „Oh du fröhliche“ aller Sänger und Beteiligten endete das Adventssingen, und am Ausgang gab es für jeden noch eine kleine Glocke mit Schokolade für den Heimweg.
Den nächsten Auftritt hat die Singgemeinschaft mit den Finken am Heiligabend beim Gottesdienst, der um 17 Uhr beginnt.
