Petersdorf - Sie verkörpert eine Bibelgeschichte, die wohl jeder Christ kennt: die weihnachtliche Krippe. Maria und Josef stehen mit dem Christuskind in einem Stall, umgeben von Tieren, weisen Männern aus dem Morgenland und Engeln, die die Geburt eines Messias verkünden. Die Krippe symbolisiert damit den Kern des Weihnachtsfestes und ist aus einer Kirche nicht wegzudenken.
Und auch in der St. Peter und Paul-Kirche in Petersdorf wurden keine Kosten und Mühen gescheut, um die heilige Familie an ihrem traditionellen Ort zu arrangieren. „Seit ich denken kann, stand die Krippe schon immer vorne links neben dem Ambo, gleich unter unserer Marienstatue“, weiß Küsterin Gaby Nording.
Noch eine Woche vor dem Fest befanden sich die kleinen Holzfiguren in einem unscheinbaren Schrank auf dem Orgelboden. Und auch die Krippe selbst war seit dem Weihnachtsfest im vergangenen Jahr auf dem Dachboden verstaut. Erst einen Tag vor Heiligabend werden die Einzelteile aus ihren Verstecken geholt. „Ab 15 Uhr kommen das Tannenbaum-Team und das Krippen-Team zur Kirche und dann wird aufgebaut“, erklärt Gaby Nording. Fünf Personen kümmern sich um den Aufbau und darum, dass Bäume hinter dem Altar aufgestellt und mit einer Lichterkette geschmückt werden.
Die alljährlichen Aufbauhelfer sind geübt: „Erst wird getrocknetes Moos auf einer grünen Unterlage verteilt, aus dunkelblauem Samt formen wir einen Fluss und verlegen dann Straßen und Brücken“, erklärt Nording den routinierten Ablauf.
Danach werde das Holzhäuschen mit den circa 30 Zentimeter großen Figuren daraufgesetzt. „Dabei orientieren wir uns immer an einem Foto, damit es traditionell gleich bleibt“, erklärt die Küsterin.
Die größte Aufmerksamkeit erfährt die Krippe natürlich an Heiligabend und Weihnachten. „Dann rennen die Kinder nach der Messe nach vorne und gucken sich die Szene an“, freut sich die Petersdorferin. Aber auch danach sei die Krippe noch immer ein Hingucker – deshalb bleibe sie meist bis zu Mariä Lichtmess Anfang Februar aufgebaut.
So bleibe die weihnachtliche Botschaft auch nach den Feiertagen den Kirchenbesuchern noch im Sinn.
