CLOPPENBURG - Einen Spielfilm der besonderen Art präsentieren das Gemeindepsychiatrische Zentrum (GPZ) und das Cine-Center Cloppenburg (CCC) am Donnerstag, 16. Februar, um 13.30 Uhr. „Tanz mit dem Einhorn“ – so der vielversprechende Titel des 90-minütigen Films.

Filmstars und schillernde Namen sucht man hier vergebens. Vielmehr seien es die Betroffenen selbst, die vor und hinter der Kamera stehen, beschreibt Clemens Rottinghaus (GPZ) das Filmprojekt. Denn es geht um den Alltag, um die Erfahrungen von Menschen in seelischen Krisen und deren Angehörigen. Es geht in den sieben Geschichten um die verschiedenen Sichtweise auf Dinge, die Menschen passieren können. Der Betrachter soll sich mit dem Thema auseinandersetzten und darüber diskutieren.

„Mit dem Film wollen wir das Thema der psychiatrischen Erkrankung in der Öffentlichkeit bekannter machen“, so die Idee von Rita Berndmeyer und Hildtrud Junker-Paschertz vom ambulanten Dienst des GPZ. Der authentische Film zeigt sieben unterschiedliche Lebenssituationen. Beginnend mit einer Frau, die nach der Diagnose den Mut verliert, dann aber die Kraft findet, es zu wagen, bis hin zum gestressten Journalisten, der dank seiner Flucht nach vorn die Welt so erlebt, wie er sie schon immer wollte.

Die Kurzfilme sind verwoben mit tänzerischer Pantomime vom Prolog bis zum Epilog. Nach dem Film bietet sich für die Zuschauer die Möglichkeit, mit der Regieassistentin und Tänzerin Carolin Dittmar und den Mitarbeiterinnen des ambulanten Dienstes über den Film und das Thema allgemein zu diskutieren.

Der Film „Tanz mit dem Einhorn“ des Regisseurs Jürgen J. Köster mit dem Untertitel „Sieben Bremer Geschichten der anderen Art“ ist der erste einer Trilogie und wurde von „ciné-ci-eu-film“ und der Initiative zu sozialen Rehabilitation gedreht. Erstmals wurde der Streifen im April in Bremen der Öffentlichkeit präsentiert.