CLOPPENBURG - Lachen, bis das Zwerchfell schmerzt. Herbert Knebel zappelt auf der Bühne und singt: „Ich glaub ich geh kaputt“. Neben ihm stehen ein kleiner Tisch, ein gerahmtes Bild mit einem Strauß Sonnenblumen – Kumpel Ozzi Ostermann begleitet ihn auf der Gitarre. Die Lachsalven der 400 Besucher wollen am Sonnabend in der Cloppenburger Stadthalle kein Ende nehmen, wenn der Rentner aus dem Ruhrpott Anekdoten aus seinem Leben mit seiner Frau Guste und den Enkeln Marzel und Jackeline zum Besten gibt.
So berichtet er etwa vom Hamster, der am Rad drehte. Opa musste seine Enkel zum Tierarzt begleiten, und so betraten sie das Wartezimmer. Welche kruden Dialoge sich dort um die und mit den Tieren abspielten, trieb Knebel Zornesfalten auf die Stirn und den Cloppenburgern das Wasser in die Augen – vor Lachen.
„Wo ist denn die Mama, ei wo is’ se denn? – Na komm zu Papa – Ach was sagt der Papa da, komm zu Mama“. Das reichte. Knebel explodierte förmlich inmitten der Tierliebhaber. „Hören Sie mal, was erzählen Sie eigentlich für einen Schwachsinn. Das kann doch gar nicht sein, das sie die Eltern von dem Köter sind! Wie soll das denn gehen?“
Auch wenn der Ruhrpottler seit 20 Jahren durch die Lande tourt – die Cloppenburger erlebten das dritte Soloprogramm – hat Knebel nichts von seinem derben Humor verloren. Noch immer blickt er durch die dicke Hornbrille den Menschen auf Maul und bringt seine Fans zum Lachen – uns sei’s über sich selbst.
