CLOPPENBURG - Die Ausstellung findet in der BBS Technik statt. Die Abschlussarbeiten sind bis zum 4. Mai zu sehen.

Von Sigrid Lünnemann

CLOPPENBURG - Ihrer Kreativität freien Lauf gelassen haben die Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung in Cloppenburg bei der Herstellung ihrer Abschlussarbeiten. Präsentiert werden in der BBS Technik die verschiedensten Objekte von handwerklich erstklassig gearbeiteten Möbeln über Schmuck und fantasievoll geschneiderte Kleider bis hin zum neu gestalteten Fußballkicker.

So formte Maria Urban aus unzähligen schwarz eingefärbten Sonnenblumenkernen einen schwarzen Panther, der dem Betrachter aus seinem Bild förmlich entgegen springt. Auch die Fußball-Weltmeisterschaft wirft ihre Schatten voraus. Kristina Herdt gestaltete eine einladende Fifa-Lounge mit einem Sessel in Form eines überdimensionalen Fußballs. Unzählige kleine Playmobil-Männchen verarbeitete dagegen Ann-Kristin Kaiser in ihrem Projekt „Be a Star“. Sie baute das gesamte Geschehen rund um ein Pop-Konzert nach. Von der Verkehrsumleitung durch die Polizei, dem Schlangestehen vor dem Eingang bis hin zur Versorgung ohnmächtig gewordener Fans. In der Konzerthalle drängten sich die Figuren dicht an die Bühne, auf der sich kleine Figuren bewegten während auf einem kleinen Monitor im Hintergrund der Mitschnitt eines Live-Konzertes läuft. Der Betrachter konnte über verschiedene Knöpfe und Regler die eingebaute Lichtorgel individuell steuern.

Auch die Mode hatte dieses Jahr einen großen Stellenwert. So schneiderte Marion Rumpke ein schwarz-rotes Kleid im Stil der 50er Jahre – mit Petticoat und Dior-Rose. Jessica Schulte hingegen entwarf eine Kettenkorsage, die einem altertümlichen Ritterhemd nachempfunden war. Ein Kleid für Naschkatzen kreierte hingegen Inna Olenberg, die aus Tausenden Bonbonpapieren in Braun, Grün und Gold eine aufwändige Abendrobe zauberte.

Die Direktorin der BBS Technik, Margot Wiedenfeld, zeigte sich anlässlich der Ausstellungseröffnung am vergangenen Sonnabend sehr beeindruckt von der Kreativität ihrer Schülerinnen und Schüler. „Sie lernen bei uns die Grundlagen des Gestaltens. Mit ihrer Abschlussarbeit, die sie uns heute präsentieren, sollen sie sich selbst finden. Sie sollen ihre gestalterischen Fähigkeiten erproben. Dabei sollen sie an ihre Grenzen gehen und vielleicht auch an ihre Grenzen stoßen“, erläuterte Wiedenfeld die Bedeutung der Ausstellung. Die durchaus sehenswerten Resultate können bis zum 4. Mai in der Berufsbildenden Schule besichtigt werden.