CLOPPENBURG - Erleichtert und geschafft präsentieren am Sonntag 78 Schülerinnen und Schüler der Fachoberschule Gestaltung (FOG) ihre Abschlussarbeiten im Cloppenburger Kreishaus. Auf der „Vernissage 2009“ der Berufsbildenden Schule Technik erläuterte Schülersprecherin Nadine Lembcke vor großem Publikum – unter anderen waren der Bundestagsabgeordnete Franz-Josef Holzenkamp (CDU) und der Vorstand der Kreishandwerkerschaft zur offiziellen Eröffnung in den Großen Sitzungssaal gekommen – das Rezept der Arbeiten: „Eine große Portion Kreativität und ein Hauch Einfallsreichtum, Disziplin, eine Prise Talent und eine Messerspitze Willenskraft“ – all diese außerordentlichen Eigenschaften seien in einem Mixer gelegt, geschüttelt und gerührt worden. Abgeschmeckt wurde solange, bis einige begeistert waren, andere es zu viel fanden und wieder andere sich mit dem
Resultat einfach abgefunden hätten, verriet die Sprecherin.
Schülerin Diana Möller sprach aus, was ihrer Meinung nach viele dachten: Die Schüler seien nach so mancher schlaflosen Nacht heilfroh, dass das fertige Projekt präsentiert werden könne. Die Eltern seien Stolz auf den Erfolg der Kinder und die Lehrer glücklich, dass sich die Schüler im Unterricht nicht mehr durch die Projekte ablenken lassen.
Dass es sich die vier Klassen der FOG nicht leicht gemacht hätten, verdeutlichte Schulleiter Heinz Ameskamp. Denn Theorie und Praxis seien bei der Projektarbeit gleichermaßen gefordert gewesen. Ameskamp machte die Schüler zu Ausstellern. Denn diese Beschreibung treffe das Bemühen am ehesten, kam es doch nicht nur auf das Projekt des einzelnen Ausstellers an, sondern auch auf die Art der Präsentation, die Kalkulation der Kosten und die Frage des Umsetzens, das zumeist im Team geschah. Dabei seien auch sozialpolitische Bereiche thematisiert worden. Mit ihren Arbeiten hätten die Aussteller das Klischee widerlegt, dass sie zur „Drei F-Generation“ (Freunde, Freizeit, Faulheit) gehörten, so der Schulleiter.
Landrat Hans Eveslage freute sich über die einzigartigen Werke, die das Kreishaus in eine Kunsthalle verwandelt hätten. Zu sehen gibt es viel Interessantes: vom Wasserfall über eigentümlich gestaltete Möbelstücke, die für den täglichen Gebrauch infrage kommen, bis hin zu ausgefallenen Modeentwürfen oder einer festlich gedeckten Tafel mit selbst gestaltetem Porzellan. Die Ausstellung ist bis zum 5. Mai im Kreishaus zu sehen.
