CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Mehr als 150 Besucher sind zur Ausstellungseröffnung mit Aquarellen des vor elf Jahren verstorbenen Bischof Dr. Klaus Hemmerle am Sonntag ins Kardinal-von-Galen-Haus gekommen. Der einstige Bischof aus Aachen hatte sich während seiner Urlaubsaufenthalte auf Sardinien der Kunst gewidmet. „Klaus Hemmerle wusste um die Bedeutung der Kunstwerke als potenzielle Wege zu Gott“, meinte Kunsthistoriker Dr. Martin Feltes.

Zu Lebzeiten Hemmerles hatten nur wenige Freunde die Möglichkeit, die Bilder zu sehen. Er malte immer nur für sich, gleichsam den Notierungen in einem Tagebuch. Zu den Freunden Hemmerles gehörte Dr. Wilfried Hagemann, Rektor des Priesterseminars in Münster und frühere Geistliche Rektor des Kardinal-von-Galen-Hauses. Von 1969 bis zum Tode des Bischofs, also 25-mal, begleitete Hagemann ihn auf seinen Urlaubsreisen nach Sardinen. Ausgiebig beschrieb Hagemann am Sonntag seine Erlebnisse mit Hemmerle.

Ziel der Urlaubsreise war die Stadt Alghero. Besonders die langen Wanderungen in der Umgebung dominierten die farbenfrohen Motive des Malers Hemmerle. „Er prägte sich die Motive auf den Wanderungen ein und malte sie am Ausklang des Tages“, sagte Hagemann. „Alles war für ihn etwas Spielerisches, etwas Leichtes und damit etwas Schönes“, so Hagemann. „Für ihn war klar, dass das Leben ein Geschenk von Gott ist und dass es darauf ankommt, diese Geschenke wahrzunehmen und darauf zu antworten. Eine Weise, darauf zu antworten, waren für Klaus Hemmerle diese Bilder. Als wenn er sagen wollte: Guter Gott, ich habe verstanden, was du mir heute gegeben hast.“