Cloppenburg - Das Cloppenburger Publikum ließ nicht locker und bekam zwei Zugaben nach rhythmischem Klatschen und entsprechenden Rufen geschenkt. So endete das Konzert der „Prinzen“ in der mit 650 Besuchern ausverkauften Cloppenburger Jugendkirche St. Josef wie es begonnen hatte: mit zwei ruhigen A-capella-Songs.
Ansonsten war es überhaupt nicht ruhig, denn es brauchte kein langes Aufwärmen: Der Funke der glänzend auftretenden fünf Sänger mit Bandverstärkung sprang gleich aufs Publikum über. „Was geht denn hier ab?“, zeigte sich Frontmann Sebastian Krumbiegel überrascht von der von Anfang an begeisterten Stimmung. So blieb ein Versprechen nicht aus, auf jeden Fall wiederzukommen, denn „wir haben von der Magie Cloppenburgs gehört“, was wohl eher augenzwinkernd gemeint war.
Das Publikum war bei allen bekannten Songs textsicher. Krumbiegel zeigte sich häufig als Dirigent, animierte zum Mitsingen, Mitklatschen und gab die Einsätze für das Publikum, wenn es als Backgroundchor die Mauern der St.-Josef-Kirche zum Beben brachte. Die Bässe taten dann ein Übriges dazu.
Aufgeheizt durch die großartige Stimmung spulten „Die Prinzen“ ihr Konzert nicht einfach ab, sondern man sah ihnen die Freude am Musikmachen an. Ihre Instrumente waren nicht nur ihre eigenen Stimmen, sondern Krumbiegel zum Beispiel glänzte auch mit einem Klaviersolo und dem Song „Zurück ins Paradies“. Wolfgang Lenk, der für die Musikarrangements zuständig ist, gab das Lied „Backstagepass ins Himmelreich“ mit Gitarren-Begleitung zum Besten.
30 Jahre gibt es die Prinzen: In ihrer Jugend waren Tobias Künzel, Sebastian Krumbiegel, Wolfgang Lenk sowie Henri Schmidt bis in die erste Hälfte der 80er Jahre Mitglieder des Leipziger Thomanerchors, Jens Sembdner sang im Dresdner Kreuzchor. Besonders bei den etwas ruhigeren Liedern konnte man die ausgebildeten Stimmen genießen. „Musik kann Herzen aufschließen und die Welt verändern“, rief Krumbiegel ins applaudierende Publikum.
