Cloppenburg - Ein „nostalgischer Marktbereich“ soll ab dem Jahr 2020 auf dem Mariä Geburtsmarkt in Cloppenburg entstehen. Das hat der städtische Kultur-, Sport- und Marktausschuss am Donnerstagabend einstimmig zum Beschluss empfohlen.

Um die Attraktivität des Juni- und des Mariä Geburtsmarkts zu steigern sowie deren Angebote zu verbessern, war die Arbeitsgruppe „Märkte“ ins Leben gerufen worden. Diese präsentierte dem Ausschuss ihren Vorschlag, einen Teil beziehungsweise Gang des Mariä Geburtsmarkts zu einem „nostalgischen Abschnitt“ – vergleichbar mit der historischen Dorfkirmes im Cloppenburger Museumsdorf – umzugestalten. Dieser „neue Gang“ zeichnet sich vor allem durch historische Fahrgeschäfte sowie Unterhaltungs- und Gastronomiestände aus, die die Besucher auf eine Art „Zeitreise“ mitnehmen sollen.

Dieses Konzept lasse sich wegen der historischen Verbundenheit besonders gut auf dem jahrhundertealten Mariä Geburtsmarkt verwirklichen, hieß es. Sollte dies aufgrund von terminlichen Verpflichtungen der Schausteller auf dem Mariä Geburtsmarkt nicht umsetzbar sein, werde alternativ der Juni-Markt in Betracht gezogen.

Es wurden bereits erste Gespräche mit Besitzern von historischen Fahrgeschäften und Ständen geführt. Dabei wurde deutlich, dass ein „nostalgischer Marktbereich“ nur mit finanziellen Zuschüssen verwirklicht werden könne.

Eine „Gage“, um die Schausteller zu den Cloppenburger Märkten zu locken, dürfte sich je nach Fahrgeschäft auf 250 bis 1500 Euro pro Fahrgeschäft belaufen. Dieser Betrag liegt im erheblich größeren Aufwand beim Auf- und Abbau der Stände „von Hand“ begründet.

Die Arbeitsgruppe empfiehlt eine Anzahl von vier bis fünf Fahrgeschäften für den Mariä Geburtsmarkt, damit ein ganzheitliches Konzept gegeben ist. Denn diese Veränderungen auf dem Mariä Geburtsmarkt könnten nur mit einem ganzheitlichen Konzept erfolgreich sein. Aufgrund von langfristig geplanten Touren der Schausteller könne es noch für dieses Jahr aber nur schwer umgesetzt werden. Deshalb soll nach Empfehlung der Arbeitsgruppe ein „nostalgischer Bereich“ auf dem Markt im Jahr 2020 erstmals stattfinden.

Die Verwaltung hat nun die Aufgabe, auf Basis der genannten Vorschläge ein Konzept für einen „nostalgischen Marktbereich“ beim Mariä Geburtsmarkt zu erarbeiten.

Als Sofortmaßnahme wird bereits der Aufbau des diesjährigen Juni-Marktes sowie der nachfolgenden Märkte verändert: Der Eingangsbereich zur Eschstraße wird freibleiben und die dortigen „fliegenden Händler“ werden stattdessen am Kopfbereich der Markthalle positioniert. Zudem wurde für den Juni-Markt ein Riesenrad gebucht.

Neele Körner
Neele Körner Kanalmanagement