Cloppenburg - Sie bilden eine fröhliche Gemeinschaft. Im Durchschnitt sind es jeweils 20 Frauen und auch schon einmal ein paar mutige Männer, die sich beim Seniorenkreis der Katholischen Arbeitnehmerbewegung (KAB) Cloppenburg treffen. Die vor 50 Jahren von Maria Rempe gegründete Gruppe kommt alle 14 Tage in der Alten Kaplanei St. Andreas zusammen.

„Bei uns gibt es nicht immer ein festes Programm, sondern wir gestalten die Nachmittage spontan und abwechslungsreich“, sagt Renate Siemer, die vor drei Jahren die Leitung der Gruppe übernommen hat. Neben der obligatorischen Kaffeetafel werde gesungen, geklönt, gespielt und natürlich auch viel gelacht. Tagesausflüge mit wechselnden Zielen, Radtouren in die nähere Umgebung und Spargelessen gehörten ebenso wie Vorträge und Diskussionen mit religiösen Themen zu den Aktivitäten, so Renate Siemer.

„Wir zählen uns nicht zum alten Eisen, sondern fühlen uns als eine Gruppe, die im Herzen junggeblieben ist und sich positiven Neuerungen keineswegs verschließt“, ergänzt Benno Siemer, vieljähriger Vorsitzender der hiesigen KAB und ehemaliger Landesverbandsvorsitzender.

Rund 25 Jahre hatte Marianne Bothe die Seniorengemeinschaft geleitet, und sie zählt noch heute zu ihren aktiven Mitgliedern. „In unserer Gruppe herrschte stets ein reges Leben, und wir haben es verstanden, unsere Zeit zweckmäßig zu nutzen.“

Sie hatte zusammen mit ihrem inzwischen verstorbenen Ehemann Josef viele Jahre auch die Missionsarbeit der aus Cloppenburg stammenden Ordensschwestern Ancilla und Tharzilla (geborene Lücking) in Südafrika unterstützt. „Bei unseren Aktionen zugunsten der Bevölkerung in der Dritten Welt konnte wir stets mit einer vorbildlichen Hilfe seitens der KAB-Seniorengruppe rechnen“, ist Bothe noch heute ihren Unterstützern dankbar.

Den Wert der älteren Mitglieder in dem christlichen Sozialverband weiß auch die aktuelle KAB-Vorsitzende Margret Abu Ghazaleh zu schätzen. Sie war zusammen mit ihren Stellvertreterinnen Ursula Ellers und Roswitha Osterbrink jetzt von der Seniorengruppe eingeladen worden. „Wir sehen die KAB-Senioren als eine Schatztruhe, aus der jüngere Mitglieder schöpfen können und aus deren Erfahrungen im Einsatz für Gerechtigkeit – am Arbeitsplatz und im sozialen Verhalten innerhalb der heutigen Gesellschaft – wir gerne lernen.“