CLOPPENBURG - Ums Plattdeutsche braucht sich in Cloppenburg und umzu wohl niemand zu sorgen. Ein Beweis dafür war der Plattdeutsche Heimatabend des Heimatvereins Cloppenburg am Freitagabend im Dorfkrug des Museumsdorfs.

Gleich 14 Kinder der Grundschule Varrelbusch/Falkenberg sorgten bei ihrem Auftritt unter der Leitung ihrer Lehrerin Maria Blömer für beste Unterhaltung – natürlich auf Platt. Heimatvereins-Vorsitzender Hans Osterbrink appellierte an die Verantwortung der Bevölkerung, die plattdeutsche Sprache nicht aussterben zu lassen. „Wichtig is, dat schon de Kinner an de Spraoke ranbröcht weert, uck dann, wenn de Öllern und Grotöllern nich plattdütsch schnacken daut. De Schaulen un Kinnergörns sind uproopen, plattdütsche Arbeitsgemeinschaften un Gruppen intorichten un mit de Kinner plattdütsche Lieder un Gedichte, Läsestücke un Theaoterstückskes tau üben, üm so den plattdütschen Klang an de Kinner herantaubringen.“

Mit gleich mehreren Liedern, Harws Gedicht zum ABC und dem Sketch über „De Mus Frederik“ sorgten die Kinder aus Varrelbusch/Falkenberg für beste Stimmung unter den Gästen. „Zauberer Hans“ danke den Kindern unter Zuhilfenahme eines Zaubers mit reichlich Bonbons und anderer „Wegzehrung“.

Für den musikalischen Teil des Abends war das „Duo Wunnerwark“ zuständig. Geht es um plattdeutsche Lieder und Weisen kommt man an Martin Engbers und Gerold Fuhler selten vorbei. Die Musiker aus dem Nordkreis sind längst über die Grenzen der Region für ihre einfühlsamen Texte bekannt. Damit auch das Hochdeutsche an diesem Abend nicht zu kurz kam, präsentierte Dr. Heinrich Wübbelmann Gedichte und Kurzgeschichten aus der Feder von Heinz Erhardt – darunter die Anekdoten von Ritter Fips und die polyglotte Katze.