Cloppenburg - Zaubertricks, amüsante Geschichten aus dem Alltag und „schwarzer Humor“ eines „Maximalpigmentierten“: Die Besucher der „Komischen Nacht“ am Donnerstagabend in Cloppenburg kamen wieder voll auf ihre Kosten. Bei der siebten Auflage der Veranstaltung in den sechs Lokalitäten Bernay’s, Fleming, Grand Verace, Hotel Schlömer, Dorfkrug im Museumsdorf und im Kulturbahnhof traten sechs verschiedene Künstler auf, die reihum ihren Auftrittsort wechselten, so dass die Besucher jeden Künstler zu Gesicht bekamen, ohne dass sie den Veranstaltungsort wechseln mussten.
Im ausverkauften Bernay’s machte der Zauberkünstler Alexander Merk mit humorvollen „magischen“ Tricks den Auftakt. Er bat Zuschauer aus dem Publikum, zu sich auf die Bühne zu kommen, und ließ in deren Händen Gegenstände aller Art „verschwinden“. Der Hamburger Jörg Schumacher ließ die Besucher am Alltag seiner Familie teilhaben. Er verstand es, die Geschehnisse seiner Familie mit viel Ironie und Freude darzustellen. Sprachgewandt und mit Witz vermittelte Schumacher Erlebnisse seiner beiden Söhne und erhielt nicht nur viel Verständnis, sondern auch Beifall. Als „Soul Comedian“ wurde der im Rheinland aufgewachsene Marius Jung angekündigt. Mit seinem „schwarzen Humor“ hatte der „Maximalpigmentierte unter weißen Deutschen“ das Publikum schnell auf seine Seite gezogen.
Mit Jacqueline Feldmann aus Lüdenscheid trat die einzige Frau in Cloppenburg auf. Die junge Komödiantin erzählte mit einem kessen Auftreten aus ihrem abwechslungsreichen Leben. Dass dabei das ein oder andere „deftige“ Wort fiel, war beabsichtigt und kam bei den Zuschauern gut an. Aus dem leidvollen Leben eines Griechen berichtete Costa Meronianakis. Früher als Erfinder der Demokratie gehuldigt, würde man heute nur als „Euro-Schnorrer“ abgestempelt werden. Ebenfalls überzeugen konnte Heino Trusheim, der mit einem Mix aus amerikanischer Stand-Up-Comedy und seiner lockeren, authentischen Art, auch mal unterhalb der Gürtellinie viel Zuspruch erhielt.
