CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - „Da, wo Menschen der Seelsorge bedürfen, da ist mein Platz“. Diese Maxime sieht Pfarrer Wolfgang Kürschner für seinen neuen Tätigkeitsbereich in Cloppenburg. Kürschner ist, wie berichtet, seit dem 1. April neben Andreas Pauly der zweite Pfarrer in der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde in der Kreisstadt. In Gottesdiensten über die Osterfeiertage hat der noch in Jever beheimatete Familienvater die Gemeinde bereits etwas kennen gelernt.
„Friesland ist eine ganz andere Welt“, sagte der 41-Jährige gestern. Dort war er seit August 1999 als Pfarrer in der Gemeinde Jever-Nord tätig. In Cloppenburg sieht er die Chance, effizient für die Gemeindemitglieder zu arbeiten. Hier seien die Strukturen sehr gut geklärt, sagte Kürschner. Auch die „Minderheit“ findet der in Bremen geborene Pastor „lockend“. Jever hat mit seinen 14 000 Einwohnern 8200 evangelische Gemeindemitglieder, das sind rund 60 Prozent. Die Cloppenburger Gemeinde hat sich in den vergangenen 15 Jahren zwar verdoppelt und zählt heute 7000 Mitglieder. Das sind aber weniger als 25 Prozent der Einwohner. Eine strikte Trennung der Arbeit wird es zwischen den beiden Pfarrern nicht geben. „Bei den Amtsgeschäften wechsle ich mich mit Andreas Pauly ab“, so Kürschner, dessen Einführung in sein Amt im Juni oder Juli erwartet wird.
Kürschner ist in Varrel (Gemeinde Stuhr) aufgewachsen und absolvierte sein Studium in Bielefeld-Bethel und in Heidelberg. In seiner Zeit als Vikar lernte er in Varel. Am Reinhard-Nieter-Krankenhaus in Wilhelmshaven legte Kürschner ein halbjähriges Sondervikariat in der Krankenhausseelsorge ab, bevor er über Elisabethfehn und Wardenburg nach Jever ging.
Zu den Sommerferien ist der Umzug der Familie in die Marienstraße geplant. Kürschner ist seit elf Jahren mit Kerstin verheiratet. Sie ist Heilpädagogin und möchte in diesem Bereich wieder arbeiten. Die zehnjährige Tochter Marlene wechselt in die Liebfrauenschule.
