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Kleine Seitenhiebe auf Männer

SIGRID LÜNNEMANN

CLOPPENBURG - Unter dem Motto „Schön bin ich und voller Leben“ haben die kfd-Gruppe (Katholische Frauengemeinschaft Deutschland) des Landesverbandes Oldenburg und das Bildungswerk Cloppenburg am Sonnabend den 4. Frauentag veranstaltet (siehe Infokasten). Beim gut besuchten Auftaktkonzert, das bereits am Freitagabend über die Bühne ging, trat die Sängerin Bea Nyga mit dem Titel „Wer weiß schon wie Liebe geht“ auf.

Mit viel Witz und Charme unterhielt sie die mehr als 70 Besucherinnen im Foyer des Bildungswerkes. Sie plauderte über persönliche Erlebnisse und sang vor allem deutschsprachige Lieder über die Irrungen und Wirrungen des Lebens. Bereits beim Betreten des Foyers wurde deutlich, dass es kein „normales“ Konzert werden würde. Die Zuhörerinnen erhielten statt einer Eintrittskarte drei Din-A-4-Seiten mit Liedtexten überreicht. In den folgenden zwei Stunden wurde fleißig mitgesungen und geschunkelt.

Bea Nyga sang Lieder über das Leben und vor allem über die Liebe. „Obwohl ich nun seit elf Jahren glücklich verheiratet bin, verliebe ich mich immer wieder neu. Nicht ernsthaft, sondern nur so, weil das Gefühl so schön ist und weil es großartig ist das Leben zu lieben“, erklärte die Wahlkölnerin. Sie erzählte von ihrer ersten großen Liebe und den damit verbundenen Hoffnungen und Enttäuschungen. Sie sang Lieder voller Lebenslust, voller Liebe und Zärtlichkeit, aber immer mit einem Schuss Ironie und kleinen Seitenhieben auf die nicht anwesenden Männer.

Das Publikum sang zunächst etwas verhalten, dann aber mit wachsender Begeisterung mit und hatte sichtlich Spaß am Mitmachen und vor allem an den kleinen Anekdoten aus dem Liebes- und Alltagsleben der Sängerin.

Frauentag mit 128 Anmeldungen komplett ausgebucht

Mit Gesang, Tanz und Workshops

ist am Sonnabend im Bildungswerk Cloppenburg der Frauentag gestaltet worden. Die Sängerin Bea Nyga aus Köln, die bereits am Freitag im aufgetreten war, eröffnete den Frauentag mit einem gemeinsamen Singen. Mit ihrer provozierenden Art hatte sie schnell den Geschmack der Teilnehmerinnen getroffen.

Mit 128 Anmeldungen

war die Veranstaltung voll ausgebucht. Mechthild Pille vom Referat Frauenseelsorge im Offizialatsbezirk Oldenburg stellte in ihrem Eröffnungsreferat das Thema „Schönheit“ dar. „Echte Schönheit“ sei nicht „ichbezogen“, „wahre Schönheit“ komme „von Innen“, stellte sie fest. Die Einflüsse der Industrie auf das Aussehen wurden von Pille ebenfalls thematisiert. Die Frauen fühlten sich verunsichert, obwohl es Schönheitsideale in unterschiedlichsten Formen immer gegeben habe. „Wenn Frauen sich schön machen, bedeutet dies eine Steigerung der Lebenserwartung und des Selbstgefallens“, machte Pille deutlich. Darin ist nach Ansicht der Rednerin auch der Wunsch nach Anerkennung zu sehen.

Im zweiten Teil

ihres Referates befasste sich Pille mit dem biblischen Ansatz. „Vor Gott brauche ich mich nicht zu schminken“, lautete eine ihrer Thesen. „Ein Gott, der mich sieht, wie ich bin, lässt mich sehr wertvoll sein.“ Mit Beispielen aus dem Alten Testament beschrieb sie die Liebe zwischen den Menschen. Als Ziel des Frauentages sieht Pille, dass Frauen mehr Zuspruch erfahren. „Das hat auch viel mit Selbstbewusstsein zu tun.“Anschließend hatten die Frauen die Gelegenheit, in verschiedenen Workshops neue Erfahrungen zu sammeln. Tanz und Musik, Trommeln und Percussion oder Folkloretänze waren Themen der Workshops. „Stilberatung“, „Leben in Fülle“, „Schönheit in der Bibel“ oder „Märchen erzählen“ hießen weitere Workshops.

Ehemalige Schülerinnen

der Fachoberschule Gestaltung an der BBS Technik in Cloppenburg wurden für die Erstellung von Plakaten für den Frauentag ausgezeichnet. Im Rahmen eines Wettbewerbes hatten sich die Schülerinnen mit dem Thema des Frauentages auseinander gesetzt Die Gewinnerin Clara Zölker sowie die zweitplatzierten Andrea Groneick und Theresia Kroschel erhielten Sachpreise.Theo Hinrichs
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