CLOPPENBURG - CLOPPENBURG/EB - Die Ausdruckskraft der biblischen Schöpfungsgeschichte auf Plattdeutsch, verfasst von Boy Lornsen und vorgetragen von Schauspieler Günter Bothur, fesselt viele Zuhörer. Durch die Umsetzung in Reime und Verse hört man die Schöpfungsgeschichte neu. Selbst der Tübinger Rhetorikprofessor Walter Jens geriet ins Schwärmen. Verse seien das, so Jens, in der die bildnerische Kraft von Sprache besonders deutlich werde.
Es ist ein außergewöhnlicher Text, den Bothur auch am Sonntag, 27. August, um 20 Uhr in der Pfarrkirche Sankt Josef in Cloppenburg vorträgt, und in dem die Ausdrucksvielfalt der plattdeutschen Sprache deutlich wird. Lornsens Übertragung ist keine 1:1-Übersetzung. Er nutzt die Kraft der plattdeutschen Sprache, die den Text zuweilen in einem neuen Licht aufscheinen lässt: faszinierend, nachdenklich, unterhaltsam. Und Günter Bothur, bekannt aus „Traumschiff“ und „Polizeiruf 110“, versteht es meisterlich, den Witz und die Ernsthaftigkeit der plattdeutschen Fassung „rüberzubringen“. Freuen darf man sich auch auf die Gesangsgruppe „Viertakter“ mit plattdeutscher Übersetzung von Liedern von Huib Osterhuis.
