CLOPPENBURG - Mehr als 200 Teilnehmer folgen dem Aufruf der Milchwirtschaft. Kunst und Architektur spiegeln Gebrauchsfähiges wider.

Von Sigrid Lünnemann

CLOPPENBURG - Mit der Ausstellung „KUHPOL“ in der Schalterhalle der Volksbank Cloppenburg will die Landesvereinigung der Milchwirtschaft Niedersachsen (LVN) der Kuh und der niedersächsischen Milchwirtschaft ein Denkmal setzen. Dazu hatte die LVN 2005 einen Architekturwettbewerb gestartet. Das Ziel: Ein multifunktionales Haus, bei dem sich alles um Milch dreht.

Um diese Bedeutung hervorzuheben, sollte das Bauwerk eine architektonische Mittelachse aufweisen, um die alle weiteren Gebäudeteile angeordnet sind. Darin sollte gesammelt, geordnet, archiviert sowie getanzt und gefeiert werden. Mehr als 200 Künstler und Architekten aus ganz Europa nahmen teil.

„Die Konzepte und Modelle sind alle qualitativ sehr hochwertig. Erfreulicherweise haben sich die Teilnehmer intensiv mit dem Thema Milch und Milchwirtschaft auseinander gesetzt. Ich hoffe, dass dies den Besuchern der Ausstellung vermittelt werden kann,“ so LVN-Geschäftsführerin Kristine Kindler.

Die Ideenpalette reicht von überdimensionalen Gläsern „voll Milch!“ über die „Hemisphäre der Milchwirtschaft“ in Form einer Erdhalbkugel, bis zu einem riesigen Kuheuter aus lichtdurchlässigem Beton. Den Siegerentwurf reichten Philipp Wiechern und Lars Beckmann ein Ihr „KUHPOL“ stellt zwei fallende Milchtropfen zu unterschiedlichen Zeiten dar.

Kurator Dr. Klaus Groh erinnerte daran, dass sich auch andere Industrie- und Wirtschaftsregionen Architekturdenkmäler gesetzt hätten. „Bei diesem Projekt sind Fantasie und Utopie Triebfedern für Ideen und Konzepte gewesen“, so Groh. Er hofft, dass „KUHPOL“ Realität wird. In Cloppenburg ist die Ausstellung bis Freitag, 24. November, zu den Volksbank-Öffnungszeiten zu sehen.

Mehr Informationen auch unter www.kuhpol.de