CLOPPENBURG - Der Maler Arrigo Wittler ist ein Wanderer gewesen. So unterschiedlich die Orte seines Schaffens, so unterschiedlich auch die verschiedenen Ausdruckstile, die er bis zu seinem Tod am 17. August 2004 in Worpswede zeigte. Eine Retrospektive mit rund 100 Arbeiten aus seinen mehr als 5000 Werken ist derzeit in der Münchhausenscheune des Museumsdorfes in Cloppenburg ausgestellt.
Erfreut waren neben der Witwe des Malers, Adriane Wittler, auch Hans gr. Beilage (ehemaliger Landrat), Jörg Michael Henneberg (Vizepräsident der Oldenburgischen Landschaft) und Professor Dr. Uwe Meiners (Direktor des Museumsdorfes) über die rund 100 Gäste, die am Sonntagvormittag der Eröffnung beiwohnten.
Wittlers Nähe zur Region rührt aus den 70er Jahren, in denen er mit seiner ersten Frau Elisabeth in Matrum bei Lastrup gelebt hatte, bevor der 1918 in Unna geborene Maler nach Italien ging. Bereits 1977 konnten seine Bilder im Museumsdorf in einer ersten Ausstellung bewundert werden. „Herrliche Arbeiten schuf er von der Landschaft Ischias und Procidas“, so Henneberg. Wittler sei nicht nur ein bedeutender Zeichner, sondern auch ein begnadeter Kolorist gewesen. Aber auch die Alpenlandschaft brachte Wittler auf die Leinwand. Als Porträtist habe er die Persönlichkeiten des Oldenburger Münsterlandes verewigt.
Gr. Beilage berichtete darüber, wie er die Familie Wittler in Lastrup kennen gelernt habe. „Arrigo hat seinen hohen Anspruch, den er an sich selbst gestellt hat, nie abkaufen lassen. Er hat im besten Sinne eigensinnig das Ziel verfolgt in allen Stilen, die er bei hoch qualifizierten Lehrern kennen gelernt hatte, die er dann meisterlich beherrschte, ein bedeutender Maler zu werden“, beschrieb gr. Beilage Wittler, der sich im Oldenburger Land stets wohlgefühlt habe.
Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit den Arbeiten Arrigo Wittlers. Das Verzeichnis mit 472 Seiten wurde zusammen getragen und erstellt von Wittlers Witwe, gr. Beilage, Henneberg und Peter K. Wehrli mit der Unterstützung der Oldenburgischen Landschaft. Die Ausstellung ist bis zum 1. März 2009 zu sehen.
