CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Die plattdeutsche Komödie in drei Akten von Günther Müller wird nahezu professionell von der Theatergruppe der Kolpingfamilie Emstekerfeld im Pfarrheim aufgeführt. Das Stück dreht sich in der Hauptsache um Oma Henriette, gespielt von Gabi Jüchter, die mit 70 Jahren noch einmal auf Männerfang ist. Dass sie zu diesem Zweck eine Annonce aufgegeben hat, führt zum Streit zwischen ihrem Sohn Berthold (Stefan Bahlmann) und dem Nachbarn und Fernsehtechniker August-Egon Schulze (Tobias Spils).
In einem kleinen schwarz-roten Tagebuch führt Oma über ihre „Freier“ pingelig Buch. So entsteht nicht nur eine Statistik zum Schmunzeln, sondern auch eine Verwechslung mit dem gleich aussehenden Buch des jungen Lehrers Horst Diesel alias Dirk Busse, die zur Ohnmacht von Inka führt. Manuela Frye spielt die Rolle der Tochter des Fernsehtechnikers.
Die Frau des Gastwirtes Hinrichs, Engeline weiß Bescheid und klärt ihren Mann zum Thema Arbeit und Frauen auf: „Eine Frau macht einfach ihre Arbeit und schnackt nicht lange darüber!“ Worauf Berthold das Problem der allgemeinen Arbeitslosigkeit beenden will: „Die Frauen gehören achtern Herd, dann hätten die Mannsleut' genug Arbeit“. Die Rolle der Engeline hat Nicole Rühlander übernommen.
Die Träume von Oma Henni zerplatzen mit dem Auftritt des vermeintlichen Sportwagenbesitzers und Lebemanns, dem „Stadtmenschen“ Tobias Marscheimer. Nachdem die Zusammenhänge geklärt waren, legte Oma Henni Michael Laube, der als Stadtmensch einiges aushalten musste, gekonnt auf die Bretter.
Die Theatergruppe der Kolpingfamilie kann inzwischen über eine 20-jährige Erfahrung zurückschauen. In dieser Komödie führen erstmals zwei Frauen Regie: Jutta Thoben und Angelika Kordon. Während Thoben früher selbst auf der Bühne stand, soufflierte Kordon. Ihre Rolle im Souffleusekasten übernahm Kerstin Prox. Für die Maske waren Adelheid und Heinz Behrens, für das Bühnenbild, die jungen Leute der Kolpingfamilie Emstekerfeld zuständig.
Das sehenswerte Stück und dessen ganze Geschichte ist noch am Sonnabend und Sonntag, 29./30. Januar um 19.30 Uhr zu sehen.
