CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Spaß pur hatten die Piloten gestern beim „3. Indoor-Meeting“ des Modellbauclubs (MBC) Cloppenburg in der Sporthalle an der Leharstraße. Geboten wurde den 1500 Zuschauern, die im Laufe des Tages reinschauten, neben Kunstflug, Pylonen-Rennen auch „Limbodance“. Dabei wurde die Querlatte immer tiefer gelegt, wobei der Pilot seinen Flieger ohne Bodenberührung hindurch manövrieren musste. Erstaunlich war auch die Art und Weise, wie die einzelnen Akteure ihre Modelle beim nächsten Programmpunkt beherrschten.

So konnten die Zuschauer beim „Aero-Musical“ erleben, wie die Piloten ihre bunt bemalten, zum Teil beleuchteten Flieger nach dem Rhythmus der Musik „tanzen“ ließen. Beim Pilotenbriefing legte Klaus Schulze-Wierling die Reihenfolge der Vorführungen fest: Synchronfliegen, Kunstflug, Pylonen-Rennen, „Fuchsschwanz jagen“ und Mikro-Modelle. Durch das Programm führte der Cloppenburger Hermann Wieking, selbst ein begeisterter Modellbauer. Er kommentierte die einzelnen Vorführungen mit viel Sachverstand und mit Humor.

Mit von der Partie waren auch Torben Ruschhaupt und Maik Bartling aus Rödinghausen (Damme). Bei der Deutschen Meisterschaft im Kunstflug in Graben-Neudorf (Saarbrücken) im Vorjahr erreichten sie den ersten und dritten Platz. Die beiden sind zum zweiten Mal in Cloppenburg, und es macht ihnen sichtlich Spaß: „Hier in der Halle kann man gut Spielen“, meinte Maik und ließ seinen Flieger um die Rohre und Verstrebungen der Deckenkonstruktion kurven.

Die Organisatoren des MBC, Wolfgang Hagemann, Mayk Göttke, Klaus Schulze-Wierling und Jürgen Tabeling, waren mit dem 3. Meeting zufrieden, obwohl das schöne Sonntagswetter dagegen sprach. „Das Wetter ist einfach zu gut für eine Hallenveranstaltung“, scherzte Göttke. Die Sporthalle, die von der Stadt Cloppenburg dem Verein kostenlos zur Verfügung gestellt wurde, bietet genügend Raum zum Fliegen und einen sicheren Platz für die Zuschauer. „Wir sind froh, dass wir diese Unterstützung haben“, sagte Hagemann.

Nur 2,4 Gramm wog das leichteste, motorgetriebene Modell. Die Entwicklung im elektronischen Steuerungsbereich und den modernen leichten Werkstoffen ermöglichen es, dass die Flugmodelle immer kleiner werden und dazu langsamer fliegen können. Dabei sind die Kosten noch erschwinglich: Für einen normalen Bausatz muss man mit rund 180 Euro rechnen. Die Sender gehen bei 250 Euro los. „Den braucht man sich aber nur einmalig anschaffen“, schob Mayk Göttke gleich nach. Die Flugzeuge bestehen weitgehend aus einfachen Dämmstoffen, die in jedem Baumarkt erhältlich sind. Bruchlandungen oder Zusammenstöße sind da kein Problem.“ Hier hat jeder Sekundenkleber in der Tasche", weiß Göttke.