CLOPPENBURG - Sonntagabend, erster Advent: Der Gospelchor Sankt Andreas lädt zum gemeinsamen „Gang zum Kind, das zu uns kommt“ ein. Und allzu viele folgen. Wer sich beim traditionellen Weihnachtskonzert nicht rechtzeitig – also eine halbe Stunde vorher – einen guten Platz gesichert hatte, musste sich mit eingeschränkter Sicht oder gar mit einem Stehplatz begnügen.
Der Ansturm der „Fangemeinde“ des erfolgreichen Chors unter der Leitung von Karsten Klinker war auch an diesem Abend mehr als gerechtfertigt. Und so nahmen die Sängerinnen und Sänger die Gäste mit auf den Weg und starteten mit „Come on, let us go“. In dem Gospel, das interpretiert wurde mit „lasst uns zum Haus des Herrn gehen“, sorgte sogleich Iris Brinker mit ihrer Solostimme für Aufmerksamkeit. Zusammen mit Katharina Ruhr holte sie dann mit „I will follow him“ zum ersten Höhepunkt noch vor der Begrüßung aus.
Die Grußworte von Pfarrverwalter Hartmut Niehues und Chorleiter Wilfried Bockhorst, der zum anschließenden Glühwein einlud, fielen kurz aus. Schließlich wollten die Gospelfreunde keine langen Reden, sondern ihren Chor hören.
Solistin Martina Slak startete im zweiten Teil – der unter dem Titel „Friede und Freude“ lief – mit „In the bleak mid-winter“ (In einer trostlosen Winternacht). Als weitere Solostimmen kamen noch Maria Stienken, Sylvia Niehaus und Clemens Wilhelm zum Einsatz.
Der dritte Block trug den Titel „Das Kind ist Gott, der Allmächtige“ und endete mit „Holy, Holy“. Der vierte und finale Abschnitt hieß „Endspurt“ – und das war beileibe nicht übertrieben. Die 85 Mitglieder legten sich noch einmal richtig ins Zeug mit „Silent Night“ und wollten sich mit „Go, tell it on the Mountain“ verabschieden. Keine Chance, meinte das Publikum, das sich längst von den Bänken erhoben hatte, und forderte drei Zugaben.
Für Besinnliches sorgte derweil Chormitglied Heinrich Siefer. Zwischen den Blöcken erzählte er von der Adventszeit und den Botschaften des Lichtes. Die zweite Geschichte handelte vom Fest eines Dorfes in Papua-Neuguinea sowie der Erkenntnis eines Kriegers und eines Flötenspielers.
