CLOPPENBURG - CLOPPENBURG - Die Kreismusikschule will die Stapelfelder Jazztage ausweiten und den Nutzerkreis auf allgemeinbildende Schulen ausweiten. „Wir wollen damit der zunehmenden Zahl an Bläserklassen in Weser-Ems Rechnung tragen“, sagte der stellvertretende Musikschuldirektor Thomas Stanko gestern bei der Präsentation der vierten Auflage der Jazztage am Pfingstwochenende vom 13. bis 16. Mai.

Die ersten Kontakte zu Schulen seien geknüpft. So richtig zum Tragen kommen werde die angestrebte Verdopplung der Teilnehmerzahl auf 80 bis 100 Personen erst im kommenden Jahr, so Stanko, weil die Bläserklassen sich zunächst ein Grundgerüst erarbeiten müssten. Außerdem stünden erst 2006 ausreichend Zimmer für die Jazztage im Kardinal-von-Galen-Haus zur Verfügung.

Als Dozenten stehen neben Thomas Stanko weitere erfahrene Musiker und Pädagogen zur Verfügung: Christian Kappe, Peter Brand, Stephan Schulze und Thomas Hempel. Was sie mit den Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen an den vier Jazztagen erarbeiten, servieren sie dem Publikum bei einem Jazzfrühstück am Pfingstmontag, 16. Mai, ab 11 Uhr im Kardinal-von-Galen-Haus an.

In ihren Hinterköpfen schwingen dann wahrscheinlich noch die Einflüsse der beiden Konzerte mit, die anlässlich der Jazztage im „Bebop“ in Cloppenburg in Kooperation mit dem Kulturforum Cloppenburg, der Oldenburgischen Landesbank und der EWE dargeboten werden.

Am Sonnabend, 14. Mai, 21 Uhr, gibt die elfköpfige Band „Beat ’n’ Blow“ ein Stelldichein in ungewöhnlicher Besetzung: sieben Bläser, zwei Schlagzeuger sowie ein Sänger und eine Sängerin. „Das ist Party pur“, meint Thomas Stanko. Die Berliner Brassband mischt Funk, Soul und Reggaebeats in der Tradition von „Earth Wind and Fire“ und „Incognito“.

Nach der Gruppendynamik des ersten Konzertes zielt der zweite Konzertabend auf einen instrumentalen Schwerpunkt. Im Vorjahr war es Larry Coryell an der Gitarre, 2003 Barbara Dennerlein mit der Hammond-B3-Orgel. Am 15. Mai um 21 Uhr wird die Stimme als Instrument in den Vordergrund gerückt. Joan Faulkner, Cynthia Utterbach und Joanne Bell sind „3 Ladies of Blues“. Die stimmgewaltigen Frauen, die schon mit Al Jarreau, James Morrison, Linda Hopkins und Herb Geller auf der Bühne standen, unternehmen eine Streifzug durch die Jazz- und Bluesgeschichte. Begleitet werde sie von einem klassischen Jazz-Trio mit Klavier, Bass und Schlagzeug.

Konzertkarten können bestellt und gekauft werden in der Kreismusikschule ( 04471/99990) sowie im „Briefkasten“ (04471/2526).