CLOPPENBURG - Für viele Cloppenburger gehört das Silvesterblasen zum Jahresabschluss dazu wie für andere das Feuerwerk oder das Bleigießen. Mehr als 2000 Besucher nutzten das Konzert zum Auftakt ihrer Silvesterfeierlichkeiten und waren in den Cloppenburger Stadtpark gekommen – zum letzten Akt für Landesmusikdirektor a.D. Helmut Krause, der seinen letzten Auftritt mit dem Blasorchester Cäcilia Emstek absolvierte.

Aus diesem Grund waren auch viele Musiker gekommen, die aus beruflichen oder studienbedingten Gründen nicht mehr aktiv im Orchester mitspielen. „Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge“, sagte Helmut Krause zu Beginn des Konzertes. Seit 25 Jahren gestaltet Krause das Silvesterblasen. Angefangen hatte alles 1985 mit dem Turmblasen. Damals verabschiedeten Turmbläser das alte Jahr. Von 1991 bis 96 gestaltete das Bläserensembles der Kreismusikschule das Konzert und seit 1997 verabschieden die Blas-Musiker von Cäcilia Emstek das alte Jahr – seit 2006 unterstützt von verschiedenen Parforcehorn-Ensembles, aber stets geleitet von Helmut Krause. In diesem Jahr waren erneut die Jagdhornbläser aus Stapelfeld beteiligt.

Der Vorsitzende des Heimatvereins, Hans Osterbrink, bedankte sich bei Helmut Krause für seinen enormen Einsatz und überreichte ein Abschiedsgeschenk. „Lieber Helmut, Du hast Dich um den Heimatverein und speziell um das Silvesterkonzert verdient gemacht. Wir danken Dir und wünschen Dir für die Zukunft stressfreie Zeiten, Gesundheit und gute Erinnerung an deine großartige Leistung“, sagte Hans Osterbrink unter dem Beifall der Zuhörer.

Vom Cloppenburger Bürgermeister Dr. Wolfgang Wiese erhielt Krause eine Ausgabe über Cloppenburger Persönlichkeiten, das anlässlich von „575 Jahren Stadt Cloppenburg“ herausgegeben worden war. An die verschiedenen Jubiläumsveranstaltungen in 2010 erinnerte der Bürgermeister und blickte auf ein „tolles wirtschaftliches Jahr“ zurück.

Das Technische Hilfswerk hatte auch in diesem Jahr das Gelände stimmungsvoll ausgeleuchtet. Das Feuerwerk zur Musik von Händels Feuerwerksmusik durfte nicht fehlen, zur Tradition gehört auch die Nationalhymne zum Ende. In diesem Jahr segnete Dechant Hartmut Niehues alle Besucher. Pastor Andreas Pauly von der evangelischen Kirche ließ Grüße ausrichten, da er terminlich verhindert war.