CLOPPENBURG - Wie wird es bei Sankt Augustinus weiter gehen? Auf diese Frage, die für alle katholischen Kirchengemeinden in Cloppenburg von großer Interesse ist, erhofften sich die rund 100 Gäste beim Neujahrsempfang im Pfarrheim der Gemeinde am Sonntag eine Antwort.

Bei vielen Mitgliedern der Kirchengemeinde sieht Dechant Hartmut Niehues die Sorge, dass nach der Zusammenführung der Gemeinden dann einfach alles abbreche. Und dass dann alles in der anonymen Masse der 16 000 Katholiken in der Kreisstadt untergehe.

Dem widersprach Niehues. Neustrukturierungen brächten zwar Veränderungen, aber der Pfarrer warb bei den Gläubigen um Vertrauen: „Lassen sie sich nicht von den Sorgen überwältigen.“ Es werde zwar das gewohnte Gesicht der Kirche verändert, aber die Kirche bleibe „vor Ort“.

Damit sprach der Dechant von der „Beheimatung“. Denn Sankt Augustinus bliebe als Teil der Stadtgemeinde Sankt Andreas eine lebendige Gemeinde, mit all ihren Festen und Feiern. Mit der Stadtgemeinde erschlössen sich neue Chancen für die vier Teilgemeinden, so Niehues weiter. Er nannte dabei die Kommunionshelfer, die Ehrenamtlichen in der Seniorenbetreuung und die Jugendarbeit. Alle könnten Impulse von den Anderen mit in ihre Gruppen nehmen und profitieren.

Günter Luttmer, Vorsitzender des Pfarrgemeinderats, sprach von einem erfolgreichen Jubiläumsjahr von Sankt Augustinus. Das Gastkonzert des Palestrina-Kreises im August sei ein „überwältigender Erfolg“ gewesen. Und als krönenden Abschluss hätten alle das Patronatsfest im September gefeiert. Auch für die Zukunft werde St. Augustinus seine Feste eigenständig feiern, stellte Luttmer klar. „Die Feste haben einen verbindenden Charakter für die Gemeindemitglieder untereinander“, so Luttmer. Als Teil der Stadtgemeinde könne St. Augustinus weiterhin eigenständig seine Tradition pflegen und fortsetzen.

Unstrittig sei auch das Erhalten des Pfarrbüros von St. Augustinus. Allerdings stehe die personelle Besetzung noch aus, so Luttmer. „So viel Lebendigkeit in den Teilgemeinden wie möglich und soviel Zentralismus wie nötig“, zitierte Luttmer den Leitgedanken aus den Arbeitsgemeinschaften Verwaltung und Pastorat zum Zusammenschluss.

Für ihr langjähriges uneigennütziges Engagement für die Kirchengemeinde wurden Agnes Werner-Busse, Ludger Emke, Hermann Boyer und Harald Fuhrmann geehrt.