CLOPPENBURG - Bischof Peter Krug wird zum 164. Jahresfest des Gustav-Adolf-Werkes der Evangelischen Kirche in Oldenburg am 27. April nach Cloppenburg kommen. Dies gaben am Dienstag Pfarrer Dietrich Schneider (Wilhelmshaven), Vorsitzender des oldenburgischen Gustav-Adolf-Werkes (GAW), und Pfarrer Andreas Pauly von der Cloppenburger Kirchengemeinde bekannt.
Neben dem Besuch des Bischofs wird sich die Gemeinde Bodonci aus Slowenien als Partnerkirche auf dem 164. Jahresfest vorstellen. Pfarrer Simon Sever, der durch ein Stipendium des GAW sein Studium finanzieren konnte, hält dazu einen Vortrag über die Evangelische Kirche in Slowenien. Außerdem wird Bischof Krug die Vorsitzende der Frauenarbeit im GAW, Gisela Schäfer, verabschieden und gleichzeitig Rita Beutin als neue Leiterin in ihr Amt einführen.
Das Jahresfest beginnt mit einem Gottesdienst und wird ab 14 Uhr mit einer Kaffeetafel im Hotel Taphorn fortgesetzt. Der Posaunenchor des Kirchenkreises begleitet die Veranstaltung musikalisch. Kreiskantor Jürgen Löbbecke übernimmt die Leitung des Chores. Grußworte, Interviews und Projektinformationen gehören zu weiteren Veranstaltungspunkten. Während eines Dia-Vortrages im Schwedenheim berichtet Pfarrer Schneider über die Arbeit des GAW.
1832 wurde das GAW anlässlich des 200. Geburtstags des Schwedenkönigs Gustav Adolf gegründet und unterstützt seitdem hauptsächlich evangelische Minderheiten. Der soziale Verein ist das Diasporawerk der Evangelischen Kirche. Durch den Beitrag des Gustav-Adolf-Werkes konnten bereits viele Kirchen frühzeitig erbaut werden. Auch die evangelischen Kirchen in den Ämtern Cloppenburg und Vechta wurden vom GAW unterstützt. „Mit 22 Prozent evangelischer Christen in Cloppenburg gehören wir aber nicht mehr zur Minderheit", betonte Pfarrer Pauly.
Heute sind Lateinamerika und Osteuropa die wichtigsten Einsatzgebiete der sozialen Einrichtung. Aber auch die evangelische Gemeinde in Garrel erhält in diesem Jahr eine Unterstützung. Die evangelische Kirche soll umgesiedelt werden und bekommt einen neuen Standort im Bereich des Garreler Friedhofes (die NWZ berichtete). Außerdem ist der Bau eines neuen Pfarrheims geplant.
