CLOPPENBURG - 23 der größten Hits wurden gespielt. Die Lieder sind zeitlos und verbinden drei Generationen.
von sigrid lünnemann
CLOPPENBURG - Die Inkubationszeit der 700 Besucher in der ausverkauften Cloppenburger Stadthalle war nur kurz, dann brach am Dienstagabend das „ABBA-Fieber“ aus. Solisten, Band und Tänzerinnen der Show „ABBA-Fever“ entführten das Publikum mit allen großen Hits des schwedischen Pop-Quartetts ABBA, einer perfekt einstudierten Darbietung und farbigen Glitzerkostümen samt Plateauschuhen das Publikum zwei Stunden zurück in die 70er: mit 23 Hits wie „Waterloo“ oder „Fernando“ bis hin zu „SOS“ oder „Dancing Queen“.Jasmin Vandell (Agnetha Fältskog), Dominique Lacasa (Anni-Frid Lyngstad), Max Marcus Fritzsch (Benny Andersson) und Tom Luca (Björn Ulvaeus) singen nicht nur wie ihre schwedischen Vorbilder, sie sehen ihnen auch ähnlich, und sie sind – wie die Originale es ebenfalls waren – liiert. Als Coverband verstehen sie sich dagegen nicht, sondern eher als große musikalische Party. Zu der trugen auch die Tänzerinnen der „Kazina Show Company“, Europa- und Weltmeister im Schautanz, bei, die am Dienstag ebenfalls das Publikum mit mitreißenden Tanzeinlagen begeisterten. Ein charmanter Moderator reicherte das Programm mit Details aus dem Leben und der außergewöhnlichen Karriere der erfolgreichsten Pop-Gruppe der Welt – mehr als 400 Millionen verkaufte Tonträger – an. Er animierte zum Mitklatschen und -singen und ernannte kurzerhand das gesamte Publikum zum ABBA-Begleitchor.
Und der lieferte einen stimmgewaltigen Beweis für die Einzigartigkeit und Zeitlosigkeit der ABBA-Hits. Drei Generationen klatschten und jubelten beschwingt den vier Interpreten auf der Bühne zu und schwelgten gerade bei den romantischen Balladen wie „One of us“ und „Chiquitita“ in ihren ganz persönlichen Erinnerungen.
Bettina Ohlig aus Vechta schwärmte: „Ich habe die Show bereits einmal gesehen und finde sie super. Heute ist meine Mutter extra aus Leverkusen gekommen, um mit mir ABBA-Fever zu erleben, und wahrscheinlich besuche ich auch die nächste Vorstellung wieder.“
Mit dem Superhit „Thank you for the music“ und einem kurzen Medley bedankten sich die Künstler bei der schwedischen Ausnahmeband, die sich 1982 auflöste, für deren Musik und beim frenetischen Cloppenburger Publikum. Aufgrund des großen Erfolges läuft am 8. März in der Stadthalle ein Zusatzkonzert. Es gibt nur noch Restkarten unter 04471/92 28 28.
