Cloppenburg - Der Mariä-Geburtsmarkt kann nicht durch einen Historischen Markt belebt und aufgewertet werden. Das teilte am Mittwoch der zuständige städtische Fachbereichsleiter Dietmar Ruhe im Ausschuss für Kultur, Sport und Markt mit. Die Idee dazu war aus einem Arbeitskreis hervor gegangen, der 2018 mit dem Ziel gegründet worden war, den Juni-Markt und den Mariä-Geburtsmarkt neu zu beleben.

Der Stadtrat hatte nach der Vorstellung der Ideen aus der Arbeitsgruppe den Vorschlag favorisiert, einen nostalgischen Marktbereich einzuführen und beauftragte die Stadtverwaltung, ein entsprechendes Konzept zu erstellen. Diesem Wunsch habe man nicht entsprechen können, so Ruhe im Ausschuss, da sich keine passenden Aussteller fanden.

Man habe in enger Zusammenarbeit mit Michael Friedrich vom Interessenverein Cloppenburger Veranstaltungen nach Interessenten gesucht und bundesweit etwa 40 Aussteller angefragt. Aber zum Veranstaltungswochenende in Cloppenburg – in diesem Jahr ist die „Kirmes“ vom 11. bis 14. September – laufen bereits viele weitere Veranstaltungen, die etabliert seien und deswegen für die Schausteller attraktiver sind beziehungsweise die sie schon zugesagt hätten.

Als Alternative hatte die Stadtverwaltung vorgeschlagen, den Geburtsmarkt mit dem Cityfest zusammenzulegen. Das lehnte allerdings die Arbeitsgruppe rigoros ab, erklärte Ruhe. „Die Arbeitsgruppe machte daraufhin einen weiteren Vorschlag, nämlich Betreiber eines Festzeltes für den Mariä-Geburtsmarkt zu gewinnen“, heißt es von der Verwaltung. Und mit diesem Vorschlag wird nun weiter gearbeitet.

Gerlach räumte in der Sitzung außerdem mit Kritik an der Stadtverwaltung auf. Denn im Anschluss an die letzte Sitzung des Arbeitskreises wurde die Stadt kritisiert, sie hätte ihren Arbeitsauftrag nicht ordnungsgemäß ausgeführt. „Die Stadtverwaltung hat kein Interesse daran, an einer Idee festzuhalten, die nicht gewollt ist. Wir hatten aber vorher nicht den Auftrag, mit Zeltwirten im Zusammenhang mit dem Mariä-Geburtsmarkt zu sprechen“, so Gerlach. Dem widersprach CDU-Ratsherr Olaf Vocks. Man habe sehr wohl in den Sitzungen des Arbeitskreises über eine Zusammenarbeit mit einem örtlichen Kneipier gesprochen. Er habe sich darüber gewundert, dass in dieser Richtung nichts passiert sei, so Vocks weiter.

Auch Andreas Borchers (SPD) bestätigte, dass die Idee der Zusammenarbeit mit Betreibern eines Festzeltes schon im Arbeitskreis Thema gewesen wäre. Egal ob schon mal thematisiert oder nicht – die Verwaltung will Gespräche aufnehmen und dann zeitig informieren, ob so der Mariä-Geburtsmarkt aufgewertet werden kann.

Mareike Wübben
Mareike Wübben Redaktion Münsterland