CLOPPENBURG - Im elften Jahr greift die Gartenpartie im Museumsdorf in Cloppenburg in Richtung eines neuen Rekords: 13 000 Besucher zählten die Veranstalter am Eröffnungstag der Verkaufsveranstaltung, die noch bis zum Sonntag täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet ist – mehr als in jedem Jahr zuvor. „Wir sind sehr zufrieden“, sagte Museumsdirektor Professor Dr. Meiners am Abend. Gäste aus der näheren und weiteren Umgebung nutzten die Gelegenheit, an den Verkaufsständen entlang zu schlendern, die zwischen und in den historischen Gebäuden aufgebaut sind.

Am Morgen eröffnete Museumsdirektor Meiners die Gartenpartie und bedankte sich bei den Organisatoren Mechthild Wilke und Dr. Arnold Emke vom Designers House aus Oldenburg sowie bei Sponsoren und Förderern. Musikalisch begleiteten Mezzosopranistin Miriam Heinze aus Bückeburg, die Zirkusschule Seifenblase aus Oldenburg sowie das Saxofonquintett Nofoxas aus der Stadtmusikschule in Oldenburg die Eröffnung, bei der zahlreiche Gäste im Garten des Quatmannshofes traditionell mit Rosenbowle der Landfrauen aus Elsten anstießen.

„Die Gartenpartie ist wie ein großes Kunstwerk“, sagte Mit-Organisator Dr. Arnold Emke, „und so farbenfroh und fröhlich hatten wir sie noch nie.“ Auch in der Größe übertrumpft die elfte Auflage alle bisher da gewesenen. Deutlich mehr als 100 Aussteller präsentieren ihre Waren.

Darunter auch Andreas Petruschke, dessen Angebot besser in das Museumsdorf wohl nicht passen könnte: Historischen Schwengelpumpen hat Petruschke, der seit 2004 die Gartenpartie beschickt, im Gepäck, dazu Natursteinsäulen und -monolithen.

Fränzi Behrens aus Twistringen fertigt seit 58 Jahren Strohhüte. Ihren Betrieb in Twistringen gibt es schon nicht mehr, dafür ein Museum der Strohhut-Verarbeitung. Mit diesem ist sie im zweiten Jahr im Museumsdorf und demonstriert den Besuchern, wie die Hüte hergestellt werden. Tischdecken, Dekorations-Artikel für Garten oder Haus und viele, viele Blumen gibt es zu kaufen. Die Stauden sind es, auf die es Martina Lemke aus Nortrup mit ihren zwei Freundinnen abgesehen hat. Anja und Ralf Oertel schwärmen vor allem für die tolle Atmosphäre im Museumsdorf.

Die Reise in die Vergangenheit ist zugleich eine kulinarische Reise: Frank Dreger von der „Mandolero“ Nuss-Manufaktur aus Fürth – zum ersten Mal in Cloppenburg – reicht etwa eine Kräuter-Knoblauch-Mandel ` la Provence. „Mit Rotwein und einem Stück Käse genießen“, empfiehlt er. Bei „Comestival“ aus Altenberge locken Fruchtsaucen aus Schoko-Kirche-Chili oder Himbeer-Sekt und Senfsorten mit Preiselbeer-Meerrettich oder Honig-Dill.

Lang ist die Schlange, die auf eine andere Leckereiei wartet: auf das Eis, das ein wenig Abkühlung bringen soll.

Reiner Kramer
Reiner Kramer Redaktion Münsterland (Stv. Leitung Cloppenburg/Friesoythe)