CLOPPENBURG - Das Jahrbuch 2009 des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland (OM) sollte nicht nur im Schrank aller Südoldenburger stehen. „Es soll auch gelesen werden“, sagte Präsident Hartmut Frerichs am Montag bei der Vorstellung des Werkes in der Heimatbund-Geschäftsstelle an der Museumstraße.
In einer Auflage von 5500 Exemplaren und einem Preis von zehn Euro pro Stück komme das 460-seitige Werk – so Frerichs weiter – einem bunten Strauß gleich. Mit verschiedenen Beiträgen von der Kulturgeschichte, Landeskunde, regionalen Geschichtsforschung übergehend zum Landschaft- und Naturschutz und der plattdeutschen Sprache sei das Jahrbuch in seinem 58. Jahrgang pünktlich zum Münsterlandtag am 8. November in Neuenkirchen-Vörden erschienen.
Geschäftsführer Heinrich Havermann, der als Schriftleiter gemeinsam mit dem Redaktionsbeirat für den Inhalt verantwortlich zeichnet, stellte einige herausragende Beiträge der neusten Ausgabe vor: So auch den Bericht über das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Konfessionen und das Zusammenwachsen zweier kommunaler Gebilde zu Neuenkirchen-Vörden von Ansgar Brockmann, Heinrich Prüllage, Dr. Tim Unger und Heinz-Ludwig Liepert.
Angesichts der Tatsache, dass in Münster die Wahl eines neuen Bischofs ansteht, dürfte das Geschehen um die Wahl des Vechtaer Gymnasiallehrers Hermann Dingelstad zum Bischof von Münster im Jahre 1889, über die Dr. Michael Hirschfeld berichtet, von Interesse sein.
Unter den zehn Artikeln zur Kulturgeschichte des OM ist die Beschreibung der „Muttergottes von Philennos“ – einer Ikone in der Johanniterkapelle zu Bokelesch – durch Prof. Dr. Jochem Küppers. Dieser berücksichtigt dabei auch die Geschichte des Johanniterordens.
Das Kapitel „Umweltschutz und Landschaftspflege“ eröffnet Dr. Gerhard Weyrauch mit einer bebilderten Beschreibung der auf dem Flugplatz Varrelbusch anzutreffenden Insekten.
Auf mehr als 27 Seiten veröffentlichen heimische Autoren Erzählungen und Gedichte auf plattdeutsch und saterfriesisch, die Heinrich Siefer zusammengestellt hat. Aber gerade das Saterfrisisch macht ihm Sorgen. Hier fehle es – so Siefer – an Autoren. Buchbesprechungen und die Chronik der 23 Gemeinden des OM runden das Werk ab.
