CLOPPENBURG - „Events ziehen – Inhalte binden“: Unter diesem Motto veranstaltet das Museumsdorf Cloppenburg vom 2. bis 4. Dezember auf dem großen Brinkplatz einen historischen Nikolausmarkt. Beflügelt durch den Erfolg der ersten historischen Dorfkirmes, zu der im Sommer rund 10 000 Besucher gekommen waren, wollen die Museumsmacher nun auch im Winter einen Markt etablieren.
Die historischen Gebäude und Mühlen werden erstmals von außen kunstvoll beleuchtet und damit gleichsam ins rechte Licht während der dunklen Jahreszeit gerückt.
In den alten Originalgebäuden aus verschiedenen Regionen Niedersachsens bieten ausgesuchte regionale Aussteller ihre sorgfältig gefertigten kunsthandwerklichen Arbeiten an, zum Teil mit Vorführungen des traditionellen Handwerks wie Töpfern, Drechseln oder Schmieden.
Vom Dorfbäcker werden exklusiv zum Nikolausmarkt Traditionsbackwaren mit fein duftenden Gewürzen wie Zimt, Ingwer, Kardamom, Nelken und Anis hergestellt. In der Küche des Dorfkruges werden weihnachtliche süße und herzhafte Leckereien zubereitet. Vorweihnachtliche, besinnliche Musik erklingt in der kleinen Kirche des Museumsdorfes, am Herdfeuer und in der Dorfschule werden Weihnachtsgeschichten für Groß und Klein erzählt.
Der Nikolausmarkt ist am Freitag und Sonnabend von 14 bis 19 Uhr und am Sonntag von 12 bis 19 Uhr geöffnet. Es gelten die üblichen Eintrittspreise des Museums.
Dass der „Nikolaus“ in der Region – unabhängig von den unterschiedlichen Konfessionen – stellenweise bis ins 20. Jahrhundert der wichtigste Gabenbringer gewesen ist, zeigt sich daran, dass in der Vorweihnachtszeit die Figur des öffentlichen und privaten Kinderbescherers eine unverändert große Rolle spielt. Der Nikolaus, im Norden auch als Sinterklaas oder Klaasohm bezeichnet, und der Nikolauskult gehen zurück auf den Bischof von Myra. Dieser lebte im vierten Jahrhundert nach Christus.
Aufgrund seiner vielen guten Taten wurde er als Schutzheiliger auserwählt, so von Studenten, Seeleuten, Kaufleuten, Schülern und Kindern. Zum Kinderbescherer wurde der Heilige Nikolaus deshalb, weil er nach der Legende drei armen Mädchen nachts je einen Beutel Gold als Mitgift ins Zimmer warf. Auch heutzutage ist es für Kinder ratsam, die Schuhe am Vorabend des Nikolaustages vor die Tür zu stellen, daneben ein Teller mit einem Stück hartem Brot als Wegzehrung für den Esel.
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