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Corona-Fall im Staatstheater Oldenburg Oper muss ausfallen – viel Applaus für Ersatzprogramm

Oldenburg - Das Staatstheater in Oldenburg konnte seinen Betrieb sehr lange ohne coronabedingte Ausfälle aufrechterhalten, doch dies änderte sich am vergangenen Sonntag. Bei den regelmäßigen Testungen der geimpften Akteure gab es einen positiven Test im Ballett-Ensemble, berichtet Pressesprecherin Ulrike Wisler auf Nachfrage unserer Redaktion.

Betrieb geht weiter

„Das Ensemble wird nun mit PCR-Tests durchgetestet. Da in den nächsten Tagen keine Vorstellung mit ihnen geplant war, läuft der Betrieb in den nächsten Tagen ganz normal weiter.“

Die geplante letzte Vorstellung der Oper „Les Boréades“ am Sonntagnachmittag (15 Uhr) konnte aufgrund des Falles nicht wie geplant stattfinden. Für eine komplette Absage war es jedoch bereits zu spät. Generalintendant Christian Firmbach trat somit vor das Publikum, erklärte die Situation und kündigte ein Ersatzprogramm an. Die Musiker spielten, auch die Sänger haben gesungen, Ballett und Chor sowie Technik- und Lichteffekte gab es aber nicht.

Zwei Stunden Konzert

„Es war sehr schade, gerade weil es die letzte Vorstellung der Oper in dieser Spielzeit sein sollte. Ich habe jedoch das Gefühl, dass wir das Beste daraus gemacht haben und dies auch vom Publikum entsprechend honoriert wurde“, sagt Wisler. Damit liegt sie richtig, denn vom Publikum gab es langen, anhaltenden Applaus. Rund eineinhalb Stunden Konzert (statt drei Stunden Oper) waren geplant, am Ende war es ein rund zweistündiges Konzert, das die Zuschauer kostenlos zu hören bekamen – denn die Karten bleiben weiterhin gültig. „Wir werden jetzt wahrscheinlich noch einmal Les Boréades aufführen. Die Karten können dafür verwendet werden oder für ein anderes Opernstück oder Schauspiel“, erklärt Wisler.

Der Notfallplan habe gut funktioniert, das Hygienekonzept gegriffen und sogar ein Ersatzprogramm konnte dem Publikum somit geboten werden.

Nils Coordes
Nils Coordes Online-Redaktion
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