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Country-Nacht Westernmusik salo(o)nfähig gemacht

Stephan Onnen

FRAGE:

Herr Schubert, wie kamen Sie vor 25 Jahren auf die Idee, Hude zum Eldorado für Country- und Westernfans zu machen?

SCHUBERT

: Der damalige Gemeindedirektor Helmut Müller und ich waren auf der Suche nach einer Veranstaltung, die die Kulturarbeit beleben könnte. Wir hatten uns überlegt, was in der Region noch nicht so weit verbreitet ist und sind dabei relativ schnell auf Countrymusik gekommen. Da gab es schon damals im Nordwesten nichts Vergleichbares.

FRAGE:

Das hört sich eher zufällig an. Es hätte also auch Techno sein können?

SCHUBERT

: Na ja, es sollte schon etwas sein, das zu Hude und die Region passt. Da erschien uns Countrymusik doch angemessener.

FRAGE:

Wie viele Leute kamen denn beim ersten Mal?

SCHUBERT

: Das erste Konzert haben 200 Gäste besucht. Mittlerweile kommen 800 bis 1000 Leute, die teils von weither anreisen. Wir haben Countrymusik salonfähig gemacht. Die Country-Nacht ist als Marke fest etabliert. Für mich ist das zu einer echten Herzensangelegenheit geworden. Die Federführung liegt jetzt bei der Touristik-Palette, außerdem ist Peter Burgdorf mit im Boot, der neben der Country-Nacht auch die Scheunenfete organisiert, die fünf Jahre später dazugekommen ist. Wir feiern also ein Doppel-Jubiläum.

FRAGE:

Mit welchen Bands?

SCHUBERT

: In diesem Jahr werden die „Slow Horses“, „The Daltons“ und „Motion Blur“ auf der Bühne stehen und im Wechsel ein fünfstündiges Programm gestalten. Ich denke, wir haben da wieder eine tolle Mischung.

FRAGE:

Wie gehen Sie bei der Auswahl der Bands vor?

SCHUBERT

: Am Anfang haben uns Klaus Grotelüschen, der jahrelang das Countryfestival in Neusüdende geleitet hat, und Hannes Friedeberg aus der Oldenburger Countrymusik-Szene geholfen. Mittlerweise bekommen wir viele Anfragen. Unser Anspruch ist es, die Bands wenigstens einmal vorher live gesehen zu haben.

FRAGE:

Gab’s schon mal einen Flop?

SCHUBERT

: Es gab da mal eine Band, die sich auf der CD wunderbar angehört hat, live dann aber gruselig war. Den Namen möchte ich nicht nennen. Ansonsten freuen wir uns, richtig hochkarätige Musiker und Bands mit hoher Qualität präsentieren zu können. Wir hatten sogar einmal mit Freddy Weller einen Countrymusiker aus Nashville verpflichtet.

FRAGE:

Was war Ihr schönstes Country-Nacht-Erlebnis?

SCHUBERT

: Das kann ich so gar nicht sagen. Ich habe 24 von 25 Country-Nächten mitgemacht – und alle haben mir super gefallen. Wir haben hier immer eine tolle Stimmung in der stilecht dekorierten Halle am Huder Bach. Auch die Besucher tragen zur schönen Atmosphäre bei: Cowboyhüte sind nahezu obligatorisch, Westernstiefel und Lederwesten schmückendes Beiwerk. Wer sich am Abend doch underdressed fühlt, der kann sich an Verkaufsständen mit geschnürten Lederhosen, Sheriffsternen und Bolo Ties nachrüsten. Das Schöne ist, dass die Halle bereits eine halbe Stunde nach Einlass gut gefüllt ist. Und was auch wichtig ist: Es gab noch nie Stress. Die Colts blieben immer im Halfter stecken.

FRAGE:

Die Country-Nacht ist gleichzeitig die Geburtsstunde der Huder Line-Dance-Gruppe „Heel Jacks“...

SCHUBERT

: Diese Entwicklung hätte ich auch kaum für möglich gehalten. Die im Jahr 2008 formierten „Heel Jacks“ sind mit mehr als 100 Tänzerinnen und Tänzern zum größten Line-Dance-Club in der Region geworden – Tendenz weiter steigend. Bei der Country-Nacht sind die Line-Dancer nicht wegzudenken. Da qualmen die Boots.

Den Auftakt bei der 25. Huder Country-Nacht am Freitag, 30. September, machen die „Daltons“, die bereits mehrfach in Hude zu Gast waren. Danach stehen mit den „Slow Horses“ Hochkaräter der deutschen Countrymusik auf der Bühne. Die Göttinger Band hat bei großen Festivals in Deutschland gespielt, ist aber auch in Frankreich und Österreich aufgetreten. Aktuell sind die „Slow Horses“ nominiert als „Band of Europe“.

Als weitere Band wurde „Motion Blur“ verpflichtet. Die Berliner spielen so genannten New Country und waren bereits 2007 in Hude zu Gast.

Einlass

in der Halle am Huder Bach (Vielstedter Kirchweg) ist ab 19 Uhr.

Eintrittskarten an der Abendkasse kosten zwölf Euro. Im Vorverkauf gibt es Tickets für zehn Euro u. a. im Reisebüro Wessel, im Gasthof Burgdorf und bei Marktkauf in Hude, bei Kfz Schütte in Wüsting, im Happy Shop in Bookholzberg, bei Total am Hasporter Damm in Delmenhorst, bei Shell in Ganderkesee und bei Score an der Bremer Heerstraße in Oldenburg.

Die Scheunenfete

schließt sich am 1. und 2. Oktober an.
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