Bremerhaven - Am 21. September wird der Lale-Andersen-Preis zum siebten Mal verliehen; er geht an die Sängerin Gitte Haenning. Erstmals wird das Preisgeld in Höhe von 5000 Euro weitergegeben; nach dem neuen Konzept des Preises werden legendäre Sängerinnen und Sänger ausgezeichnet, die dann einer Künstlerin oder einem Künstler ihrer Wahl das Preisgeld weitergeben und sie damit zu Förderpreisträgern machen. Die diesjährige Förderpreisträgerin heißt Katharine Mehrling. Die Preisverleihung findet im Theater im Fischereihafen von Bremerhaven statt.
Die Auszeichnung für Gitte Haenning hat die Jury mit der umfassenden Rolle der Dänin begründet: „Mit Gitte Haenning wird eine Künstlerin geehrt, die im Jazz, im Musical und im Schlager, in der gesamten Palette gehobener Unterhaltungsmusik der vergangenen 50 Jahre, eine bedeutende und beispielhafte Rolle spielt. Gitte Haenning singt Blues und Pop, Jazz und dänische Volkslieder. Sie nahm am Eurovision Song Contest teil und ging vor wenigen Jahren mit ihren skandinavischen Kolleginnen Wencke Myhre und Siw Malmkvist plus Big Band erfolgreich auf Tour.“
Die Idee für das neue Konzept der Preisvergabe stammt von Bremerhavens Kulturamtsleiterin Gisela Lehrke, die auch Biografin der Lili-Marleen-Sängerin Lale Andersen ist. Den Förderpreis erhält die von Gitte Haenning vorgeschlagene Sängerin, Schauspielerin und Songschreiberin Katharine Mehrling, die in London und New York studierte, das Leben von Edith Piaf auf der Theaterbühne darstellte und zuletzt ihr erstes Album „Am Rande der Nacht“ veröffentlichte.
Der Lale-Andersen-Preis wird seit dem Jahr 2000 vergeben. Lale Andersen (1905– 1972), die eigentlich Lise-Lotte Brunnenberg hieß, wuchs in Bremerhaven-Lehe auf. Sie lebte über Jahrzehnte auf Langeoog und ist dort beerdigt.
