Altenoythe - Wenn der Schützenverein Altenoythe von Samstag bis Montag sein Schützenfest feiert, laufen wieder zahlreiche Schützen in Schützenjacke und Uniform durch die Straßen. Doch was gehört eigentlich alles zu solch einer Uniform dazu? Und was bedeuten die Orden auf der Schützenjacke? Die NWZ hat nachgefragt.

„Zu einer kompletten Uniform gehören zunächst einmal schwarze Schuhe, schwarze Socken und eine schwarze Hose“, sagt Hans Schnarhelt, Vorsitzender des Schützenvereins Altenoythe. Obenrum tragen die Schützen ein weißes Hemd mit grüner Krawatte und darüber die Schützenjacke mit den Orden, Schnüren und Schulterklappen. Optional dazu kommt der Schützenhut, der jedoch keine Pflicht ist.

Beim Schützenfest wird auch Schnarhelt seine hochdekorierte Uniform tragen: „Das ist der Höhepunkt im Schützenkalender, doch der Verein lebt natürlich das ganze Jahr über“, betont Schnarhelt. An diesem Samstag geht es mit dem Hissen der Flagge auf dem Schützenplatz offiziell los.

Im Festausschuss sitzen 35 bis 40 Leute, die sich bereits Ende Mai zur Vorbereitung getroffen haben. Auch an die Nachwuchsschützen wird dabei gedacht: „Seit 1955 gibt es das Kinderschützenfest, um die nächste Generation ans Schützenwesen heranzuführen, damit die Tradition im Dorf erhalten bleibt“, betont Kassenwart Manfred Wieborg. Einmal in der Woche treffen sich jeweils die Nachwuchsschützen, die Herren und die Damen zum Übungsabend und tauschen ihre Erfahrungen aus.

Dass Tradition in Altenoythe großgeschrieben wird, ist auch im Vereinslokal zu sehen: „Wir haben jedes Königspaar seit 1912 mit Namen und einer Nachbildung des Ordens in einer Vitrine verewigt“, erklärt Wieborg. Auch der neue König Gerhard Wiesner, der bereits am vergangenen Wochenende ausgeschossen wurde, wird darin einen Platz erhalten.

Nils Coordes
Nils Coordes Online-Redaktion