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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Franz Radziwill prominent in Frankfurt vertreten

07.12.2017

Dangast /Frankfurt /Main Dass die Bedeutung des Dangaster Malers Franz Radziwill (1895–1983) keineswegs auf den Nordwesten beschränkt ist, wissen Freunde und Kenner seiner Kunstwerke längst. Wie überregional wichtig und anerkannt er ist, zeigt eine große Ausstellung über „Glanz und Elend der Weimarer Republik“, die derzeit in der Frankfurter Schirn-Kunsthalle zu sehen ist.

Die Schirn lotet die Vielfalt dieser Epoche zwischen 1918 und 1933 mit rund 200 Gemälden, Grafiken und Skulpturen aus. 62 Künstler – von Dix und Beckmann über Grosz und Hubbuch bis zu Mammen und Radziwill – sind dabei vertreten. Von dem Dangaster sind vier hochkarätige Gemälde ausgestellt: „Todessturz Karl Buchstätters“ (1928), „Das rote Flugzeug“ (1932) aus dem Städel-Museum und „Der Streik“ (1931) sowie „Einer von vielen des 20. Jahrhunderts“ (1927) aus dem Landesmuseum Münster.

Für die Oldenburger Kuratorin Birgit Denizel kommt die Frankfurter Präsenz Radziwills in seiner „mahnenden Rolle“ keineswegs überraschend. Seit Jahrzehnten sei der Maler ein anerkannt wichtiger Vertreter für die Kunst der Weimarer Republik, „bis hin zur Nachkriegszeit“, und der Neuen Sachlichkeit. Entsprechend oft sind seine Gemälde für entsprechende Ausstellungen gefragt.

Für die Frankfurter Schirn hat Radziwills Gemälde „Das rote Flugzug“ noch eine ganz besondere Bedeutung. Zum Abschied aus Frankfurt wurde Max Hollein, Direktor von Schirn, Städel-Museum und Liebieghaus, im vergangenen Jahr das Bild zum „Geschenk“ gemacht. Er hatte während seiner 15-jährigen Amtszeit vergeblich versucht, es zu erwerben. Überreicht wurde es ihm schließlich von der Städel-Administration.

Mitnehmen nach San Francisco/Kalifornien durfte er es natürlich nicht. Es wurde in die Sammlung aufgenommen. Und nun ist es in der Ausstellung zu sehen.

Regina Jerichow
Stellv. Redaktionsleitung
Kulturredaktion
Tel:
0441 9988 2061

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Städelsches Kunstinstitut

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