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NWZonline.de Nachrichten Kultur

In Dangast wird es märchenhaft

21.06.2019

Dangast Es wird märchenhaft hinter dem Deich am Jadebusen: Im kommenden Jahr zeigt das Freilichttheater Dangast das Stück „Vom Fischer und seiner Frau“. Der erste Vorhang hebt sich zwar erst am 14. August 2020. Dennoch arbeitet der Verein Gaudium Frisia intensiv an den Vorbereitungen. Casting, Bühnenbild, Kostümentwürfe und Textfassung – der Autor Frank Düwel soll aus dem Werk von Philipp Otto Runge (1777–1810) ein spektakuläres Freilichttheater-Stück für Dangast entwickeln, das sich an der klassischen Vorlage ausrichtet. Die Produktionskosten belaufen sich auf mehr als eine halbe Million Euro, bis zu 350 ehrenamtlich Beteiligte sind im Einsatz.

„Die Zeitgenossen Runges verstanden den Inhalt als Satire auf Napoleon und seine Verwandtschaft“, berichtet Iko Chmielewski von Gaudium Frisia. In den vergangenen 200 Jahren wurde das „Märchen für Erwachsene“ auf diversen Theaterbühnen in unterschiedlicher Form gespielt. Die Interpretationen reichten dabei von einer Biedermeier-Posse über ein märchenhaftes Zauberstück, der Oper Ilsebil (Friedrich Klose, 1902), diversen Filmproduktionen bis hin zu modernen, psychosozialen Interpretationen der Beziehung zwischen Mann und Frau.

Im Sommer 2020 inszeniert der Regisseur Frank Düwel das alte Volksmärchen, in dem ein armer Fischer einen sprechenden Butt an die Angel bekommt, in einer klassischen Form direkt hinter dem Dangaster Seedeich. „Es ist ein Märchen, das weit mehr war und ist als eine eindimensional-moralisierende Parabel“, sagt Chmielewski.

In magischen Bildern sollen die komischen, tragischen und fantastischen Momente des Stoffes in die Gestaltung des Stückes und insbesondere in die Charakterzüge der Rollen eingearbeitet werden. Die immer maßloseren Wünsche der Fischersfrau spiegeln sich in wechselnden Bühnenbildern. Mit opulenteren Lebensverhältnissen werden auch die Bilder in dem Stück immer prachtvoller.

Die ersten Gespräche mit Schauspielern in der Region wurden bereits vereinbart, da die Texte den Schauspielern direkt auf den Leib geschrieben werden. Die konkreten Rollen sollen im Wechselspiel mit den Darstellern entwickelt werden. Denn Frank Düwel entwickelt für das Theaterstück eine Anzahl von komischen, fantastischen wie tragischen Figuren, die in einer dörflichen Fischergemeinschaft hinter den Deichen Frieslands leben.

Der in Hamburg lebende Regisseur, Dramaturg und Dozent für Musiktheater, inszenierte 2000 erstmalig den „Schimmelreiter“ nach Theodor Storm am Dangaster Deich. Seitdem hat er mehrere Stücke für die Dangaster Freilichtbühne im Auftrag des Trägervereins Gaudium Frisia in Szene gesetzt. Rund eineinhalb Jahre ist es her, da feierte „Das Geisterschiff“ hinter dem Deich Premiere. 14 000 Besucher schauten sich das Stück an.

Bevor die Entscheidung für das Stück gefallen sei, erklärt Chmielewski, habe der Verein klären müssen, ob die Fortführung der Großveranstaltung überhaupt realisierbar ist. Nach der Neuregelung der Windzonenkarte liegt Friesland in der Windzone 4. An fliegende Bauten wie die Tribüne werden erhöhte Anforderungen gestellt, die Gaudium Frisia durch eine statische Berechnung und zusätzliche Aussteifung der Tribüne allerdings nachweisen konnte.

Olaf Ulbrich Redaktionsleitung Varel / Redaktion Friesland
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