DANGAST - Schimmel Ben hat seinen Theaterrolle gut überstanden. In 13 Aufführungen hatte er in dem Freilichttheaterstück Der Schimmelreiter einen Auftritt mit dem jungen Deichgrafen Hauke Haien (Boris Koch) vor der Bühne und den eindrucksvollen Galopp auf dem abendlichen Seedeich. Jetzt werden Tribünen und Bühnenbild abgebaut, können die Schauspieler und Helfer hinter den Kulissen Muße finden. Die beiden letzten Aufführungen am Wochenende hatten wieder einmal vor ausverkauftem Haus stattgefunden. Ganz große Klasse, sagte Projektleiter Iko Chmielewski. Zur letzten Aufführung am Sonnabend war noch einmal Regisseur Frank Düwel gekommen, der den Akteuren und dem Trägerverein Gaudium Frisia dankte.
Insgesamt 23 000 Besucher waren nach Dangast gekommen, lediglich am Mittwoch, 31. August, waren einige Karten nicht verkauft worden. Ansonsten waren die Tribünen mit je 1700 Besuchern komplett besetzt. Dazu kommen noch 1000 Ehrengäste (Ehrenamtliche und Helfer) der Generalprobe.
Anders als bei den vorausgegangenen Stücken war den Schauspielern und Helfern hinter den Kulissen der Aufführungsmarathon nicht anzumerken. Chmielewski und auch Regisseur Frank Düwel haben eine gute Stimmung unter den Ehrenamtlichen ausgemacht. Die Harmonie hinter den Kulissen war nicht zu toppen, sagte Chmielewski. Jeder hatte Spaß, das Projekt gemeinsam durchzusetzen. Das fing schon damit an, dass Feuerwehrleute auf dem Pendlerparkplatz die Fensterscheiben von geparkten Autos mit Folie abdichteten, wo die Scheiben nicht ganz hochgekurbelt waren, um den Regen abzuhalten. Ob es eine neue Inszenierung geben wird? Die Erwartungshaltung sei groß nach dem erfolgreichen Schimmelreiter 2011, warnte Chmielewski. Das lässt sich wahrscheinlich nicht wiederholen. Im Falle einer neuen Freilichtinszenierung müsse man auf jeden Fall auf die Belange von Gehbehinderten besser eingehen, sagte Chmielewski. Ihre Zahl hat deutlich zugenommen.
