Dangast - Auf großes Interesse stößt die Ausstellung „300 Jahre Weihnachtsflut von 1717“. Bis Sonntag ist sie noch im Weltnaturerbeportal in Dangast zu sehen.
Etwa 25 Großposter präsentieren den Ablauf dieser Flut, beschreiben die Zahl der Opfer und den Umfang der Schäden in den einzelnen Regionen und Orten entlang der Küste, Augenzeugen berichten in Briefen von der Not der Bevölkerung. Ebenfalls vorgestellt werden Albert Brahms aus Sande und Anton Günther von Münnich aus Neuenhuntorf, die sich mit der Schadensbeseitigung der Sturmfluten befassten.
Weiter vorgestellt werden die Pastoren Johann Friderich Jansen aus Neuende und Johann Christian Hekelius aus Resterhafe bei Dornum. Beide haben die Flut erlebt.
Es wird eine Einordnung der Weihnachtssturmflut von 1717 in die Katastrophenfluten und Sturmfluten seit dem ersten Sturmflutbericht im 12. Jahrhundert bis heute vorgenommen. Originalkarten, zahlreiche Kopien und Abbildungen zeigen die zeitgenössische Sicht der Ereignisse.
Zu sehen sind auch jüngst aufgetauchte Fundstücke aus dem Langwardergroden vor der heutigen Butjadinger Nordküste von einer 1717/1720-1721 untergegangenen Siedlung. Sie geben einen wichtigen Einblick in die Siedlungsgeschichte des späten Mittelalters und der frühen Neuzeit.
