DANGAST - Den Anlass wollten Vorstand und Beirat der Franz-Radziwill-Gesellschaft nicht sang- und klanglos vorübergehen lassen: Vor 100 Jahren kamen die beiden Maler Karl Schmidt-Rottluff und Erich Heckel nach Dangast, um dort zu arbeiten. Das Licht, die Landschaft und wohl auch die Leute inspirierten die Mitglieder der Künstler-Gemeinschaft „Brücke“ ungemein, in der Folge entstanden in Dangast bis 1912 zahlreiche Werke, die später ohne Untertreibung als Weltkunst bezeichnet werden dürfen, so Dr. Ewald Gäßler, (ehrenamtlicher) Vorsitzender der Radziwill-Gesellschaft und – im Hauptberuf – Leiter des Oldenburger Stadtmuseums. Mit der neuen Ausstellung, die am Sonntag, 2. September, um 11.30 Uhr im Radziwill-Haus eröffnet wird, werden 54 Arbeiten von Heckel und Schmidt-Rottluff gezeigt, die in den ersten beiden Jahren des Dangaster Aufenthalts der Maler entstanden sind. Dazu kommen Werke von Franz Radziwill, der stilistisch von Schmidt-Rottluff stark beeinflusst wurde.

„Wir wollen Dangast als Künstlerort ins Bewusstsein der Menschen bringen“, sagte Konstanze Radziwill, zweite Vorsitzender der Radziwill-Gesellschaft. „Schade, wenn das vergessen würde.“ Sie verwies darauf, dass der damalige Kurator Claus Peukert von 1996 bis 1998 für die Radziwill-Gesellschaft ein dreijähriges Ausstellungsprojekt zu den Brücke-Maler realisiert hatte. Daran knüpfe die neue Schau an.