DANGAST - Mit dem Slogan „Nordsee – Kunst und Natur“ will das Nordseebad Dangast künftig werben – und damit an die Tradition des Ortes als Künstlerkolonie erinnern. Immerhin gilt das Wirken der Brücke-Maler um Karl Schmidt-Rottluff in Dangast von 1907 bis 1912 als Geburtsstunde des Deutschen Expressionismus.
Vor zwei Jahren, zur hundertsten Wiederkehr des Eintreffens der Brücke-Maler in Dangast, war die Idee geboren worden, regelmäßig an das Wirken der Künstler in Dangast zu erinnern. Nun hat Diplom-Designer Alto Kirchhoff aus Jade ein Logo vorgestellt, das künftig auf den Internet-Seiten für Dangast werben soll.
In illustrer Runde und an historischem Ort – im alten Kurhaus, das den Brücke-Maler als Quartier diente – wurde das Logo am Donnerstag vorgestellt. Unter den Gästen waren neben Kunsthallen-Chefin Eske Nannen aus Emden auch Dr. Jörg Siewert (Wissenschaftsministerium), Dr. Antje Sander (Schlossmuseum Jever) sowie Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner. Der begrüßte besonders Christian Sigismund Prinz von Preußen, Urenkel von Kaiser Wilhelm II, der einst in Dangast Station gemacht hatte. „Wir wollen etwas für die Zukunft schaffen, wobei wir die Vergangenheit berücksichtigen wollen“, sagte Wagner. Die begonnene Dorfsanierung müsse dabei Historisches aufnehmen.
Jörg Henneberg, stellvertretender Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft, begleitet das Vorhaben. Er wies auf die große Bedeutung des Nordseebades für die Kunst hin, die mit Namen wie Schmidt-Rottluff, Erich Heckel, natürlich Franz Radziwill und später Willy Hinck verbunden ist. Josef Beuys selbst nahm Unterricht im Aquarellieren bei dem Dangaster Maler Willy Hinck (1915 bis 2002).
