Elsfleth - Ein freundliches und fünffaches „Moin“ machte den Erstsemestern des Fachbereichs Seefahrt und Logistik klar, dass sie sich für ein Studium in einem norddeutschen Landstrich entschieden haben. Traditionell hatten die fünf maritimen Vereine – gebündelt im „Elsflether Schifffahrtsforum“ – die neuen Studierenden zu einer Informationsrunde in das Gebäude des Schiffsführungssimulators eingeladen.
Das erste „Moin“ und ein herzliches Willkommen entbot der Sprecher des Schifffahrtsforums, Erhard Bülow.
Fuchs: Angebote nutzen
Als zweite Sprecherin machte die designierte Bürgermeisterin Brigitte Fuchs in Vertretung für Bürgermeisterin Traute von der Kammer – die aus privaten Gründen verhindert war – den neuen Studenten die Elsflether Schokoladenseiten schmackhaft. Fuchs riet den jungen Frauen und Männern, die vielfältigen Vereinsangebote zu nutzen, sich auf das Fahrrad zu schwingen, um die Moorriemer Fachwerkdörfer, den Elsflether Sand, die Moorlandschaften und nicht zuletzt den Badestrand „Klein Mallorca“ am Weserufer kennen zu lernen.
Weiter wünschte sich Fuchs, dass möglichst viele Studierende Elsfleth als ersten Wohnsitz wählen würden. Fuchs: „Dafür gibt es ein Begrüßungsgeld von 100 Euro!“
Eine „tolle Studienzeit“ wünschten auch die Vertreter der maritimen Vereine, die das Treffen dazu nutzten, bei den Neuen um künftige Mitglieder zu werben.
Die Nautische Verbindung „Roter Sand“ wurde vom Chiefmate Alexander Gebsattel vorgestellt. „Unter dem weltbekannten Symbol des Leuchtturms pflegen wir die nautischen Traditionen und wir sind offen für alle Studierenden der diversen Studiengänge“, sagte Gebsattel. Unter den derzeit 138 Mitgliedern des „Roten Sand“ befinden sich aktuell 26 Studierende.
Präside Stefan Allmedinger warb für den Eintritt in die Nautische Kameradschaft „Visurgis“. Die „nicht schlagende und unpolitische“ Kameradschaft steht ausschließlich den Nautikstudierenden zur Verfügung. Am kommenden Freitag wird in der „Kogge“ die Semesterantrittskneipe mit „Gesang, Schnack, Spaß und ein wenig Bier“ veranstaltet.
Allmedinger ermunterte die Neuen zum Austausch mit den „alten Herren“, die gerne ihre Erfahrungen an die jüngere Generation weiter geben würden.
Für den Schulschiffverein „Großherzogin Elisabeth“ und den Nautischen Verein Niedersachsen warb Kapitän Johannes Reifig. Fahrten auf der „Lissi“ stünden allen offen, die ein Faible für traditionelle Seemannschaft hätten, sagte Reifig. An Bord des Schulschiffs könnten die Studierenden auch die begehrten Social Credit Points erwerben.
Von Interesse für die Studierenden könnten ebenfalls die Vortragsabende zu aktuellen maritimen Themen, veranstaltet vom Nautischen Verein Niedersachsen, werden, ergänzte Reifig seine Ausführungen.
Last but not least stellte Dr. Christine Keitsch, Leiterin des Schiffahrtsmuseums Unterweser, den Verein „Freunde der Seefahrtschule“ vor. Das Netzwerk aus Freunden, Dozenten, Studierenden und Absolventen hat sich neben der Studienunterstützung auch die intensive Kontaktpflege auf seine Fahnen geschrieben.
Traditionelle Begrüßung
Insgesamt verlief der Ablauf der Erstsemesterbegrüßung traditionell. Mit einer Tradition wurde allerdings doch gebrochen: In der „Kogge“ wurde diesmal kein Chili con carne aufgetischt. Auf die Teller kam dafür eine pikante Suppe, wie man sie in den Balkanländern serviert – scharf und lecker.
