Rastede - Peter Friedrich Ludwig (1755 bis 1829) hat mit klassizistischen Bauten das Gesicht Oldenburgs geprägt. Und auch in Rastede hinterließ er viele Spuren. Deshalb widmen sich die Gästeführerinnen Annegret Bruhn-Plaum und Inge Lurati am Sonntag, 12. Oktober, in der letzten Sonntagspromenade des Jahres (siehe Infokasten) dem Leben und Wirken des einstigen Herzogs. „Ein Porträt über Peter Friedrich Ludwig, seine Nachfolger und die Residenz Rastede“ ist der Spaziergang überschrieben.

„Wir starten am Hirschtor und steuern dann verschiedene Stationen an“, sagt Annegret Bruhn-Plaum. Sängerplatz, Krebsteich, Rundteichbrücke, Schloss, Palaisgarten und Palais – an all diesen Punkten erfahren die Teilnehmer der Gästeführung mehr über Peter Friedrich Ludwig.

Der Herzog ließ das Mausoleum auf dem Gertrudenkirchhof in Oldenburg bauen. Es war das erste klassizistische Gebäude in der Stadt. Peter Friedrich Ludwig plante auch das Hospital an der Peterstraße, das sein Sohn Paul Friedrich August nach dem Tod seines Vaters bauen ließ.

„Peter Friedrich Ludwig war ein Gartenliebhaber“, erzählt Inge Lurati. Er ließ den Schlosspark im Stil eines englischen Landschaftsgartens anlegen und holte dafür Carl Ferdinand Bosse als Hofgärtner nach Rastede. Zuvor hatte er 1777 das ehemalige Lusthaus von der Witwe des Justizrats Römer gekauft und ließ es in zwei Etappen zum Schloss in seiner heutigen klassizistischen Form umbauen. 1822 erwarb Peter Friedrich Ludwig auch das Landhaus des Reisemarshalls Schmettau und ließ es zum Erbprinzenpalais umbauen.

„Peter Friedrich Ludwig war ein aufgeklärter Mann, der eine vorzügliche Ausbildung hatte“, schildert Annegret Bruhn-Plaum. Er war zeitweise am russischen Hof erzogen worden und unternahm Bildungsreisen nach Bern und Bologna.

Nach dem frühen Tod seiner Frau Friederike von Württemberg, die im Alter von 20 Jahren an den Folgen der Geburt des dritten Kindes starb, soll Peter Friedrich Ludwig nicht mehr glücklich geworden sein, berichtet Inge Lurati. „Er hat nie wieder geheiratet und sich in seine Arbeit vergraben, mit der er die Region bis heute prägt.“

Frank Jacob
Frank Jacob Redaktion Rastede, Redaktion Wiefelstede