Von Sven Kamin
Frage:
Von der ersten Probe in Bremen bis zum großen Finale in Oldenburg blieben nur sechs Tage – Herr Wingenfelder, wie war das?Wingenfelder:
Sehr, sehr kurz. Es war, würde man wohl sagen, etwas übers Knie gebrochen. Aber es hat einen Höllenspaß gemacht.Frage:
Wie oft haben Sie denn gemeinsam geprobt?Behr-König:
Drei Mal. Aber wir hatten ja vorher das von Jens Krause wunderbar arrangierte Material gehabt, so dass es kein Problem war, das so zu spielen, wie es da steht.Frage:
Hat man als Popmusiker Angst, sich vor ein Symphonieorchester zu stellen?Wingenfelder:
Nein, keine Angst, sondern Respekt. Die Bremer Philharmoniker sind ja keine No-Name-Truppe, sondern das sind die ganz großen Profis.Frage:
Lernt man sich denn in so kurzer Zeit überhaupt kennen?Behr-König:
Kennenlernen wäre wohl zu viel gesagt, aber man fühlt schon ein bisschen miteinander.Frage:
Was ist das Spannende an diesen Zusammenarbeiten?Behr-König:
Vor allem, dass Konzerte völlig anders ablaufen. Mal abgesehen vom Geräuschpegel ist es ein ganz anderes Publikum. Da stehen uns manchmal die Haare zu Berge – vor lauter Begeisterung.Bilder: dpa, Kamin
Anette Behr-König ist 1. Konzertmeisterin der Bremer Philharmoniker. Kai Wingenfelder (Ex-„Fury“) singt in der Home-Band.
