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Dat Freuhjohr kummp

FRANZ SCHWALM

„Veronika, der Lenz ist da“, süngen freuher dei Comedian Harmonists – un aale Lüe süngen fröhlich mit. Siet eh un je teuwet dei Lüe sehnsüchtig up dat Freuhjohr.

Dat giff kiene Johrestiet, dei Sänger un Dichter so einen bunten Willkommensstruk bunnen hebbt: „Frühling lässt sein blaues Band wieder flattern durch die Lüfte; süße, wohlbekannte Düfte streifen ahnungsvoll das Land . . .“, bring Eduard Mörike dei Wöör achter’nanner un settet dat Freujohr ein Denkmaol.

Mit Mariä Lichtmess gaoht dei düstern, langen Winterdaoge tau Ende. Dei klaore, blaue Himmel röp dei Lüe weer achter’n Aowen weg.

Doch faoken krigg eine olde Wetterrägel noch rech, dei segg: Schinnt Lichtmessen dei Sünne heit, giff et noch väl Schnei un Is.

So kann dat noch faoken angaohn, dat in ’n Februaor dei Schnei noch unner use Feute knistert.

Doch man kann dei Tiet afteuwen, dat et anners wedd; dei Sünnenstraohlen werd van Dag tau Dag warmer. Schnei un Is schmeltet. As van eine unsichtbaore Hand leitet, kummp dat Läwen in dei Natur trügge.

Ers sünd et dei Weidens, dei sick ein greunet Kleed antrecket. Dann kieket in eine schuuligen Ecke, wor dei Sünnenstraohlen dat besünners gaut mit dei Eern meent, dei lüttke witte Glöckchen neischierig ut dei Eern un lüet dat Freuhjohr in.

Dei Knospen an Strüker und Bööme bräket aopen. Dei Veilchen, Priemeln, Hyazinthen, Narzissen un Tulpen willt nich naostaohn un wieset ehre buntesten Farwen.

Dei Lerche stigg trillernt in den blauen Morgenhimmel. Dei Singväögel kaomt trügge ut den warmen Süden, worhen sei vör den kolden Winter trucken sünd.

Wenn dann dei Kuckuck röp, wenn dei Poggen aobends wiet tau hörn sünd un dei Stork weer uppet Dack sitt, dann is dat Freujohr dor.

Schliepsteerts geiht dei Winter trügge.

Un wenn hei uck noch dann un wann gneisig is un weer trügge will un dei Luft mit Schnei verdüstert, sien Regiment heff ein Ende, dat Läwen heff den Dod äöwerwunnen.

Dei dicken schwatten Wolken sünd verflaogen un dei Himmel lacht äöwer dat wassende Greun uppe Eern.

Woll nicheine beschriev dat so moje as Ludwig Uhland, wenn hei segg: „Die Welt wird schöner mit jedem Tag. Man weiß nicht, was noch werden mag, das Blühen will nich enden. Es blüht das fernste, tiefste Tal: nun, armes Herz, vergiss die Qual! Nun muss sich alles, alles wenden.“

Mit den Klang van dei Osterklocken fiert dei Natur ehr fröhlicket Auferstehungsfest. Vörbi sünd dei kolden, düstern Daoge.

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