DELMENHORST -

und den Agenturen

DELMENHORST - In die Reihe derjenigen, die eine braune Kaderschmiede verhindern wollen, hat sich inzwischen auch die bekannteste Delmenhorsterin eingereiht. Popsängerin Sarah Connor habe nicht nur eine private Spende auf das Treuhandkonto der Stadt eingezahlt, sondern darüber hinaus der Jüdischen Gemeinde eine ihrer Goldenen Schallplatten zwecks Versteigerung geschenkt, teilte ihr Manager Heinz-Gerd Lüttke mit.

Seinen Angaben zufolge beobachte Sarah Connor, die vor gut drei Jahren zur „Ehrenbotschafterin“ der Stadt ernannt worden war, die Vorgänge um das Hotel am Stadtpark „mit Bestürzung“. Von öffentlichen Auftritten sehe sie momentan ab, weil sie sich um ihre kleine Tochter kümmere, die vor kurzem am Herzen operiert worden ist.

Auf dem Spendenkonto der Stadt sind mittlerweile rund 900 000 Euro eingegangen. Zusammen mit kommunalen Mitteln stehen damit rund 2,4 Millionen Euro für den Ankauf des Hotels zur Verfügung. Der rechtsextreme Anwalt Jürgen Rieger hatte allerdings eine Million Euro mehr geboten.

Ob er über entsprechende Mittel verfügt, ist offen. Die in England registrierte Wilhelm-Tietjen-Stiftung, als deren Geschäftsführer Rieger aufgetreten ist, wurde aus dem Handelsregister gelöscht. Die Stiftung hatte auch den Heisenhof in Dörverden gekauft. Das Verwaltungsgericht Stade hat am Freitag eine Entscheidung des Kreises Verden bestätigt, das Wohnen auf dem Heisenhof weiterhin zu untersagen.