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NWZonline.de Nachrichten Kultur

SPRACHE: Dem Volk wieder „aufs Maul schauen“

02.07.2005

MANNHEIM MANNHEIM/DPA - Der Rat für deutsche Rechtschreibung hat weitere Vorschläge für eine Vereinfachung der Schriftsprache vorgelegt. In seiner letzten Sitzung vor der verbindlichen Einführung von Teilen der Rechtschreibreform in Schulen und Behörden am 1. August sei das Expertengremium weiter seiner Grundphilosophie gefolgt, nicht das Regelwerk, sondern den Sprachgebrauch in den Mittelpunkt zu rücken, sagte der Ratsvorsitzende Hans Zehetmair. „Im Rat ist der Konsens da, dass man dem Volk aufs Maul schauen muss.“ In seiner fünften Sitzung schloss der Rechtschreibrat den Komplex der Getrennt- und Zusammenschreibung ab. Es sei ein Unterschied, von einem viel versprechenden Kanzler oder von einem vielversprechenden Kanzler zu reden, erklärte Zehetmair. Neue Wortlisten wurden nicht präsentiert.

Bei der vergangenen Sitzung Anfang Juni hatten die Sprachexperten einen Durchbruch in der kontroversen Debatte um Änderungen der Rechtschreibreform erzielt. Der Rat verständigte sich darauf, dass sich die Schriftsprache künftig wieder mehr nach dem Sprachgebrauch der Menschen richten soll. Als Beispiele nannte der Rat eislaufen, fertigmachen, heiligsprechen und leidtun.

Der Rat habe sich gestern zudem mit dem Komplex der Silbentrennung befasst, sagte der Ex-Minister. Zwar seien keine Beschlüsse gefasst worden. Es gebe aber eine eindeutige Tendenz, dass keine einzelnen Vokale abgetrennt werden sollen.

Die Vorschläge gehen nun in die Anhörung vor Lehrer- und Elternverbänden, bevor die Kultusministerkonferenz (KMK) zusammen mit Österreich und der Schweiz eine abschließende Entscheidung trifft.

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