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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Musik: Den Deutschen aus der Seele gesprochen

12.04.2016

Berlin /Bochum Autosammler, Fußballfan, Unternehmer, Ruhrgebiets-Freund, Schauspieler und vor allem: die Stimme der Nation. Kaum ein Sänger berührt die Deutschen so sehr wie Herbert Grönemeyer. Seit mehr als 30 Jahren landet jedes seiner Studioalben auf Platz eins der Charts. An diesem Dienstag wird er 60 Jahre alt.

Herbert Arthur Wiglev Clamor Grönemeyer wächst in Bochum auf. Nach dem Abitur wird er musikalischer Leiter am dortigen Schauspielhaus. In den nächsten Jahren steht er auch in Hamburg, Berlin, Stuttgart und Köln als Darsteller auf der Bühne. Bei gemeinsamen Dreharbeiten lernt er die Schauspielerin Anna Henkel – seine große Liebe und Mutter seiner Kinder – kennen. 1981 wird ein Millionenpublikum auf ihn aufmerksam, als er in Wolfgang Petersens Kinoepos „Das Boot“ den Leutnant Werner gibt.

Parallel versucht sich Grönemeyer als Sänger, allerdings ohne Erfolg. Er bringt vier Alben heraus, die allesamt floppen. Doch dann kommt „4630 Bochum“, die Platte mit Hits wie „Männer“, „Flugzeuge im Bauch“ oder der Lokal-Hymne „Bochum“, die bis heute bei den Fußball-Heimspielen des VfL ertönt.

Nicht zuletzt dem Titelhit der Platte ist es geschuldet, dass Grönemeyer vielen als Ur-Bochumer gilt – wenngleich er dort nicht geboren ist und heute nur noch gelegentlich aus London zu Besuch kommt.

Grönemeyers Musik erzählt von Euphorie und Glück, aber auch von Melancholie und Trauer. Einen doppelten Schicksalsschlag erlebt der Sänger 1998, als innerhalb weniger Tage erst der Bruder und dann seine Frau Anna an Krebs sterben. Grönemeyer verarbeitet seine Trauer auf dem Erfolgswerk „Mensch“, laut Bundesverband Musikindustrie mit mehr als drei Millionen verkauften Einheiten das erfolgreichste Album in Deutschland – seit 1975, seitdem der Verband die Zahlen erhebt.

Immer wieder setzt sich der Künstler mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander. In der Flüchtlingskrise macht er sich für die Helfer und gegen Fremdenfeindlichkeit stark. Beim G8-Gipfel 2007 erhebt er gemeinsam mit U2-Sänger Bono die Stimme gegen Armut.

Nach wie vor gehe er ohne Konzept an ein Album, sagt er. Er klimpere vor sich hin, und wenn er fünf, sechs sinnvolle Stücke zusammen habe, merke er: „Jetzt hast Du wieder Hunger, jetzt könntest Du wieder eine Platte machen.“

Und er scheint wieder Hunger bekommen zu haben. Medienberichten zufolge arbeitet er gerade an einem neuen Album.

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