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NWZonline.de Nachrichten Kultur

Soziales: Den „Berber“ gibt es so nicht mehr

18.12.2010

DELMENHORST Es ist ein weites Feld, das Katrin Radtke und ihre Kollegin Brigitte Diersen beackern. „Unsere Arbeit dreht sich um Menschen, die besondere soziale Probleme haben“, sagt Katrin Radtke. Die beiden Sozialpädagoginnen arbeiten in dem von der Diakonie betriebenen Tagesaufenthalt für Wohnungslose an der Willmsstraße. Es sind täglich 20 bis 40 Menschen, die den Tagesaufenthalt besuchen.

Die Einrichtung bietet weit mehr als ein warmes Plätzchen an der Heizung und ein Mittagessen zum Selbstkostenpreis. Die Klientel hat sich gewandelt, und es sind auch immer mehr Jüngere unter ihnen. „Viele ALG-II-Empfänger zählen zu unseren Besuchern. Die klassischen Berber, die von Stadt zu Stadt ziehen, werden immer weniger“, berichtet Katrin Radtke. „Wenn jemand nicht mehr bei Freunden unterkommt, kommen sie zu uns.“ Zerbrochene Ehen, Arbeitslosigkeit, Schulden, Alkohol: Das Leben fast aller, die den Tagesaufenthalt besuchten, sei aus den unterschiedlichsten Gründen in eine soziale Schieflage geraten. Die Diakonie-Mitarbeiterinnen bemühten sich dann zu retten, was zu retten ist. Hilfen würden angeboten bei drohender oder bereits erfolgter Kündigung einer Wohnung, bei der Wohnungssuche, bei der Suche nach einer Arbeit und beim Abbau von Schulden. Bei Menschen mit Suchtproblemen arbeitet die Diakonie mit der Drogenberatungsstelle zusammen.

Hilfen bieten Radtke und Diersen auch Menschen an, die nicht mit Geld umgehen können. Wer einsieht, dass er mit seinem schmalen Budget nicht haushalten und aus diesem Grund vielleicht die nächste Mietzahlung nicht mehr leisten kann, kann sein Geld von den beiden Sozialarbeiterinnen treuhänderisch verwalten lassen. Zurzeit sind es 16 Menschen, die davon Gebrauch machen.

Wolfgang Bednarz Delmenhorst / Redaktion Delmenhorst
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