Wildeshausen - „Haben wir alles richtig gemacht?“ – Diese Frage stellte sich die Freiwilligenagentur „Misch mit“ in Wildeshausen zum Jahresende. Während der Gründungsphase von Mai bis Dezember hatte sich der Verein eine „Testphase“ auferlegt. Nun zogen der 1. Vorsitzende Hermann Lessel und sein Team eine erste Zwischenbilanz. Das Projekt, Bürger in ein Ehrenamt zu vermitteln, sei erfolgreich gestartet.
Lessel erklärte am Donnerstag: „Unsere Angebote werden angenommen, die Ergebnisse im ersten Jahr sind sehr gut.“ 20 Engagements habe der Verein in den ersten acht Monaten vermittelt. Sieben Bürger stehen bereit, eine passende Stelle anzunehmen.
Neues Programmheft
„Wir sind auf dem richtigen Weg“, bestätigte „Misch mit“-Pressesprecher Dieter Brüggmann. „Durch unsere neue Broschüre sprechen wir noch mehr Menschen in Wildeshausen und Umgebung an“, meinte er.
Seit Anfang des Jahres liegt das Informationsheft in vielen Orten in Wildeshausen aus, zum Beispiel im Kreishaus, in vielen Arztpraxen und im DRK-Mehrgenerationenhaus. In dem Informationsheft werden alle derzeitig freien Stellen vorgestellt. Dazu gibt es eine Kurzbeschreibung, welche das Aufgabenspektrum erklärt. In naher Zukunft sollen auch die Nachbargemeinden Dötlingen und Harpstedt eingebunden werden.
Fast 90 Jahre
Im Moment stehen 195 Angebote in 70 verschiedenen Tätigkeitsfeldern zur Verfügung. „Wir suchen ständig weitere Freiwillige, die sich ehrenamtlich engagieren wollen“, sagte Brüggmann. Der Vorsitzende ergänzte: „Wir versuchen Jung und Alt anzusprechen.“ Sogar einen Studenten, der PC-Kurse anbietet, hat „Misch mit“ vermittelt. „Der älteste Engagierte ist fast 90 Jahre alt und lehrt Schülern die plattdeutsche Sprache“, sorgt Lessel für Verwunderung.
Große Ziele hat die Agentur für die nächsten Monate. Die Internetseite wurde schon aktualisiert. Der Fokus liege zudem auf Informationsständen bei Veranstaltungen. Damit würden Leute persönlich angesprochen.
Nicht zufrieden zeiget sich Brüggmann mit der Unterstützung der Stadt. „Wir haben einige Anträge gestellt. Trotzdem gab es bis jetzt keine Unterstützung, beispielsweise in Form von Zuschüssen.“ Dabei würde der Verein der Stadt kräftig unter die Arme greifen.
